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„Babylon Berlin“-Staffel 5: Ende erklärt! Das passiert mit Gereon und Charlotte

Nach fünf Staffeln endet „Babylon Berlin“. Doch bekommen Gereon Rath und Charlotte Ritter ihr Happy End? Wir erklären das Finale und verraten, wer Berlin verlässt und wer stirbt. Achtung, Spoiler!

Gereon Rath (Volker Bruch, li.) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, re.)
Gereon Rath (Volker Bruch, li.) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, re.). Foto: Christine Schroeder/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film

Es ist der endgültige Abschied von „Babylon Berlin“: Nach fünf Staffeln und insgesamt 48 Folgen endet die Geschichte von Gereon Rath (Volker Bruch), Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und ihren Weggefährten. Und wer auf ein versöhnliches Happy End gehofft hat, muss sich auf ein Finale einstellen, das deutlich düsterer ausfällt.

Die letzten Folgen führen uns in den Februar 1933. Adolf Hitler ist Reichskanzler, die Nationalsozialisten bringen immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens unter ihre Kontrolle und für viele der vertrauten Figuren geht es plötzlich nicht mehr nur um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern ums Überleben. Doch was passiert am Ende mit Gereon und Charlotte? Wer stirbt? Und welche Figuren schaffen es, Berlin rechtzeitig zu verlassen?

Achtung: Ab hier folgen massive Spoiler zum Ende von „Babylon Berlin“ Staffel 5!

„Babylon Berlin“-Finale: Gereon und Charlotte bekommen kein Happy End

Über fünf Staffeln hinweg gehörte die komplizierte Beziehung zwischen Gereon Rath und Charlotte Ritter zum Herzstück der Serie. Im Finale werden die beiden allerdings vor eine Entscheidung gestellt, die sie endgültig voneinander entfernt. Gereon ist zu Beginn der letzten Staffel gemeinsam mit dem Psychiater Dr. Edmund Forster (Ulrich Noethen) verschwunden. Der besitzt brisantes Wissen über Adolf Hitlers Aufenthalt in einem Lazarett während des Ersten Weltkriegs.

Gereons Weg führt zunächst nach Köln und Paris. Nach seiner Rückkehr nach Berlin gerät er in die Gewalt der SA, wird schwer misshandelt und eingesperrt. Zwar sorgt Günter Wendt (Benno Fürmann) schließlich dafür, dass er freikommt – sicher ist Gereon deshalb noch lange nicht. Stattdessen trifft er eine folgenschwere Entscheidung.

Gereon plant ein Attentat auf Hitler

Gemeinsam mit Edgar Kasabian, dem „Armenier“ (Mišel Matičević), und weiteren Mitstreitern beteiligt sich Gereon an einem Plan, der die deutsche Geschichte verändern soll. Auf Schloss Lieberberg empfängt Alfred Nyssen (Lars Eidinger) Adolf Hitler und weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft. Genau dort soll eine Bombe explodieren.

Als Charlotte davon erfährt, kommt es zum endgültigen Bruch zwischen ihr und Gereon. Charlotte will sich gegen die Nationalsozialisten stellen – einen politischen Mord kann sie jedoch nicht mittragen. Damit zerbricht ausgerechnet im Serienfinale die Beziehung, die „Babylon Berlin“ über Jahre geprägt hat.

Stirbt Gereon Rath am Ende von „Babylon Berlin“?

Nein. Gereon Rath überlebt das Finale. Doch sein Plan scheitert. Während des Treffens auf Schloss Lieberberg erreicht Hitler die Nachricht vom brennenden Reichstag. Er verlässt das Schloss, bevor der Sprengsatz detoniert. Gereon bleibt am Leben – muss aber erkennen, dass sein Versuch, den Lauf der Geschichte aufzuhalten, gescheitert ist.

Am Ende sitzt er allein in einer Berliner Wohnung und schreibt Charlotte einen Abschiedsbrief. Er blickt auf ihre gemeinsame Zeit zurück und verabschiedet sich damit nicht nur von ihr, sondern gewissermaßen auch von dem Berlin, das beide miteinander verbunden hat. Ein romantisches Wiedersehen gibt es nicht.

Charlotte Ritter verlässt Berlin

Während Gereon zurückbleibt, zieht Charlotte eine andere Konsequenz aus den dramatischen Ereignissen. Ihre Arbeit bei der Kriminalpolizei ist längst gefährlich geworden. Die Nationalsozialisten dringen immer weiter in den Polizeiapparat ein, politische Gegner werden verfolgt und frühere Kollegen verlieren ihre Positionen. Charlotte entscheidet sich deshalb für die Flucht. Gemeinsam mit Reinhold Gräf (Christian Friedel) verlässt sie Deutschland und macht sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Schweiz.

Damit verliert Charlotte innerhalb kürzester Zeit beinahe alles, wofür sie gekämpft hat: ihre Karriere bei der Polizei, ihre Heimat Berlin und schließlich auch Gereon. Gleichzeitig eröffnet ihre Flucht zumindest die Hoffnung auf ein Leben außerhalb des nationalsozialistischen Deutschlands.

Dieser „Babylon Berlin“-Liebling überlebt das Finale nicht

Für andere Figuren endet die Geschichte noch tragischer. Samuel Katelbach (Karl Markovics) versucht bis zuletzt, gegen den Aufstieg der Nationalsozialisten anzukämpfen. Gemeinsam mit dem Publizisten Heymann (Martin Wuttke) setzt er darauf, die tief zerstrittenen politischen Gegner der NSDAP doch noch zusammenzubringen. Doch dazu kommt es nicht. Katelbach und Heymann geraten in die Hände der SA. Als sie abtransportiert werden sollen, wagen sie einen Fluchtversuch.

Katelbach überlebt ihn nicht. Damit stirbt ausgerechnet eine Figur, die über mehrere Staffeln hinweg immer wieder vor den antidemokratischen Entwicklungen in Deutschland gewarnt hat. Für Elisabeth Behnke (Fritzi Haberlandt) ist sein Tod schließlich der Grund, Berlin ebenfalls hinter sich zu lassen. Wohin sie geht, lässt die Serie offen.

Auch Alfred Nyssen droht im Finale der Tod

Besonders spektakulär fällt das Ende von Alfred Nyssen aus. Der Industrielle hat den Aufstieg der extremen Rechten über Jahre unterstützt. Auf Schloss Lieberberg glaubt er schließlich, den Höhepunkt seines politischen Einflusses erreicht zu haben.

Doch nachdem Hitler das Anwesen wegen des Reichstagsbrands verlassen hat, bleibt Nyssen zurück. Er entdeckt den Zünder der Bombe – und entscheidet sich trotzdem dagegen, zu fliehen. Der Sprengsatz detoniert, während Nyssen im Schloss zurückbleibt. Die Inszenierung lässt damit kaum Zweifel daran, welches Schicksal ihn ereilt.

Reichstagsbrand spielt im großen „Babylon Berlin“-Finale eine entscheidende Rolle

Während sich die Schicksale der Figuren zuspitzen, rückt ein reales historisches Ereignis ins Zentrum: der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933. In der Serie wird der Niederländer Marinus van der Lubbe (Tobias Kersloot) von Nationalsozialisten für ihre Zwecke instrumentalisiert. Während er Feuer legt, sorgen weitere Männer im Gebäude für zusätzliche Brandherde.

Hier nimmt sich „Babylon Berlin“ allerdings bewusst erzählerische Freiheit. Historisch wurde van der Lubbe tatsächlich im brennenden Reichstag festgenommen. Die Frage, ob er allein handelte oder weitere Personen beteiligt waren, ist bis heute Gegenstand historischer Debatten. Unstrittig ist dagegen, welche Folgen das Feuer hatte: Die Nationalsozialisten nutzten den Reichstagsbrand, um die Verfolgung politischer Gegner massiv auszuweiten. Am 28. Februar 1933 folgte die sogenannte Reichstagsbrandverordnung, mit der zentrale Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden.

Ist Hitlers Krankenakte in „Babylon Berlin“ wirklich historisch?

Auch eines der größten Geheimnisse von Staffel 5 besitzt einen realen historischen Hintergrund – allerdings mit wichtigen Einschränkungen. Im Mittelpunkt steht eine verschwundene Krankenakte aus dem Ersten Weltkrieg. Tatsächlich befand sich Adolf Hitler 1918 nach einer Gasverletzung im Reservelazarett Pasewalk und litt zeitweise unter Sehstörungen.

Auch Edmund Forster war eine reale Person. Ob Forster Hitler tatsächlich behandelte und bei ihm eine psychogene beziehungsweise „hysterische“ Erblindung diagnostizierte, lässt sich historisch jedoch nicht zweifelsfrei belegen. Genau diese Ungewissheit nutzt „Babylon Berlin“ und macht daraus den zentralen Thriller-Plot der letzten Staffel. Fiktion und reale Geschichte verschmelzen dadurch noch einmal besonders stark.

Das eigentliche Ende von „Babylon Berlin“ gehört der Stadt

Nach all den persönlichen Abschieden gehört der letzte große Moment schließlich Berlin selbst. Während Gereon sich von Charlotte und ihrem gemeinsamen Leben verabschiedet, kehrt mit „Zu Asche, zu Staub“ noch einmal jenes Lied zurück, das untrennbar mit den Anfängen der Serie verbunden ist. Doch „Babylon Berlin“ bleibt nicht im Jahr 1933. Die letzten Bilder springen voraus und zeigen das zerstörte Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Damit führt das Finale vor Augen, wohin die politischen Entwicklungen führen, deren Beginn Gereon, Charlotte und die anderen Figuren gerade erleben.

Nach fünf Staffeln endet „Babylon Berlin“ deshalb nicht mit einer klassischen Auflösung. Charlotte flieht, Gereon bleibt zurück, ihre gemeinsame Zukunft zerbricht und das Berlin, das wir seit der ersten Staffel kennen, existiert nicht mehr.

Wann läuft das „Babylon Berlin“-Finale heute im Ersten?

Wer die letzten Folgen noch nicht in der ARD Mediathek gesehen hat, kann das Finale heute, am Freitag, 25. September 2026, im linearen Fernsehen verfolgen. Das Erste zeigt die Folgen 5 bis 8 ab 22.20 Uhr hintereinander. Die achte und endgültig letzte Folge beginnt erst um 00.25 Uhr in der Nacht auf Samstag.

In der ARD Mediathek stehen bereits alle acht Folgen der fünften Staffel zur Verfügung. Damit könnt ihr dort schon jetzt erfahren, wie die Geschichte von Gereon Rath und Charlotte Ritter endgültig endet.

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