Kino

Aufmarsch der Ungeheuer

Aufmarsch der Ungeheuer
Aufmarsch der Ungeheuer (Universal) Universal

In "Heaven Sent" will der Regisseur von "Hellboy" ein außergewöhnliches Team ins Gefecht schicken: Statt Superhelden setzte er jedoch auf Comic-Monster.

Spätestens mit seinen zwei "Hellboy"-Filmen hat Guillermo del Toro bewiesen, dass er ein großes Herz für Monströsitäten hat - und sie in seinen Werken noch dazu verdammt gut aussehen lassen kann. Und zwar nicht nur gut wie "optisch beeindruckend", sondern gut wie in "edel, hilfreich und gut". So prügelte sich ja schon sein "Hellboy" auf Seiten der Schützenswerten. Ein Prinzip, dass der Regisseur mit Faible fürs Fantastische jetzt offenbar auch bei seiner neuesten Kreativ-Eingebung verwirklichen will. Die hört im Augenblick noch auf den Namen "Heaven Sent" und soll im Stil der "Avengers" ein ganz besonderes Team in epische Abenteuer schicken. Nur dass sich del Toro nicht am großen Fundus der Superhelden bedienen will, sondern am dem, was diese Jungs sonst bekämpfen: Monster. Zu dem Zwecke plündert er ganz unverfroren die Welten von DC-Comic, dem großen Konkurrenten der Marvel-Comics. Aus dem dortigen Fundus von Halb- oder Un-Toten, die das DC-Universum durchschlurfen, will er dann eine schlagkräftige Einsatztruppe formen - nicht zu vergessen etliche Zauberer, waschechte Monster und als Dreingabe einen ausgewachsenen Dämon. Die Namen der unüblichen Verdächtigen sagen natürlich nur echten Comic-Fans was, aber da hätten wir: Deadman, The Spectre, Swamp Thing, John "Hellblazer" Constantine, Phantom Stranger, Zatanna, Zatara, Sargon und besagten Dämon Etrigan.

 

Monströse Summen

Bei dem Gedanken, für so eine Liste die nötigen Rechte zu klären, schreien natürlich alle Juristen vor Schmerzen laut auf. Damit das nötige Kleingeld für so ein Projekt sich nicht als Problem entpuppt, wäre es notwendig, dass sein "Pacific Rim" zum Erfolg wird - das Action-Abenteuer, bei dem Guillermo del Toro im kommenden Jahr eine Alien-Invasion mit gigantischen Robotern abwehrt. Für den erfreulichen Fall geht die Kunde, dass er vom Studio Carte Blanche bekäme und sich somit keine Gedanken über Geld und Aufwand mehr machen müsste. Bekanntlich der ideale Nährboden für kreative Wunder von Filmemachern seines Formats und seiner Detailverliebtheit. Vor allem, wenn er sich mit dem alten Problem konfrontiert sieht: Dass Ungeheuer auch ungeheure Summen verschlingen.



Tags:
TV Movie empfiehlt