Auch wegen „Monster“ auf Netflix? Erik und Lyle Menendez bekommen Chance auf Freilassung
Der Fall der verurteilten Menendez-Brüder sorgt seit Jahren immer wieder weltweit für Schlagzeilen. Nun gibt es eine überraschende Entwicklung.

Die Netflix-Serie „Monster: Die Geschichte von Lyle und Erik Menendez“ und die Dokumentation „The Menendez Brothers“ haben den Fall 2024 erneut ins Rampenlicht gerückt. Ob das bei der aktuellen Entscheidung eine Rolle gespielt hat, ist unklar. Fest steht jedoch: Erik und Lyle Menendez erhalten deutlich früher als erwartet eine weitere Chance auf eine mögliche Freilassung.
Neue Anhörungen schon Anfang 2027
Eigentlich hätten die nächsten Anhörungen der Brüder deutlich später stattfinden sollen. Nun wurden die Termine jedoch vorgezogen. Nach Angaben der kalifornischen Bewährungskommission soll Lyle Menendez am 23. Februar 2027 erneut vor dem Gremium erscheinen, Erik Menendez einen Tag später. Damit erhalten die Brüder ihre nächste Chance mehr als ein Jahr früher als eigentlich erwartet.
Beide waren bei ihren ersten Anhörungen im vergangenen Jahr abgelehnt worden. Damals erhielten sie eine dreijährige Sperrfrist – die kürzeste nach kalifornischem Recht.
Gibt es etwa neue Information im Fall der Menendez-Brüder?
Die Entscheidung, die nächste Anhörung jetzt früher stattfinden zu lassen, wurde durch das sogenannte „Marsy’s Law“ möglich. Das besagt, dass eine Vorverlegung des Termin stattfinden darf, wenn sich Umstände verändert haben oder neue Informationen vorliegen, die für eine mögliche Freilassung sprechen könnten.
Ob es tatsächlich neue Erkenntnisse im Fall der Menendez-Brüder gibt, oder doch der Netflix-Effekt zugeschlagen hat, ist noch nicht bekannt.
Menendez-Brüder sitzen lebenslang für Mord an Eltern
Die Familie der Brüder freut sich sehr über die Entscheidung. In einem Statement erklärte sie, man sei stolz auf die Entwicklung von Erik und Lyle Menendez und dankbar, dass deren Bemühungen im Gefängnis berücksichtigt würden.
Die Brüder sitzen seit 1996 wegen des Mordes an ihren Eltern Jose und Kitty Menendez im Gefängnis. Im Mai 2025 wurde ihr Strafmaß jedoch auf 50 Jahre bis lebenslänglich angepasst. Da beide zum Tatzeitpunkt jünger als 26 Jahre waren, wurden sie dadurch grundsätzlich für eine Bewährungsprüfung zugelassen.
Ob die neue Aufmerksamkeit durch die beiden Netflix-Produktionen indirekt dazu beigetragen hat, dass der Fall wieder stärker diskutiert wird, bleibt Spekulation. Offiziell begründet die Bewährungskommission die vorgezogenen Anhörungen ausschließlich mit den gesetzlichen Voraussetzungen und der individuellen Bewertung der Brüder. Anfang 2027 könnte sich nun entscheiden, ob Erik und Lyle Menendez tatsächlich eine reale Chance auf Freiheit haben.






