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"Assassin's Creed Odyssey": So spielt sich das neue Abenteuer | Preview

"Assassin's Creed Odyssey" entführt den Spieler ins antike Griechenland und verspricht unbekannte Freiheiten im Spielablauf. Ob das stimmt, verraten wir in unserer Preview.

Assassins Creed Odyssee
Die Assassinen verschlägt es nach Griechenland. So spielt sich der neue Serien-Ableger. Bild: Ubisoft
 

Ubisoft hat mit “Assassin's Creed Origins” der inzwischen 11 Jahre alten Meuchelmörder-Reihe einer radikalen Frischzellenkur unterzogen. Nun soll der neueste Ableger "Odyssey" diesen eingeschlagenen Weg noch weiter gehen. Wir konnten die ersten Stunden bereits anspielen und sagen euch, ob sich die Reise lohnt.

"Odyssey“ beginnt dabei enorm cineastisch und damit ist nicht nur die Inszenierung gemeint. Als König Leonidas kämpft man gegen ein Heer an heranstürmenden Perser. Jeder, dem sofort der Film „300“ in den Kopf kommt, liegt gar nicht so falsch. Es gibt sogar einen Spezialangriff, mit dem man Gegner von Klippen treten kann – da möchte man schon gerne dem Fernseher entgegen schreien: "Das ist Sparta!

Während dieses Prologs ist es zwar fast unmöglich zu sterben, allerdings fällt schnell auf: Wer den Vorgänger Origins nicht gespielt hat, wird eine lange Eingewöhnungsphase brauchen. Das Kampfsystem ist deutlich action-orientierter als vorher. Die Spezialangriffe müssen bewusst eingesetzt werden. Für Neulinge ist "Assassin's Creed Odyssey“ wahrlich kein Zuckerschlecken.

 

"Assassin's Creed Odyssey": Wer suchet, der findet

Nach diesem Einstieg kommt bereits eine der großen Neuerungen: Man kann sich aussuchen, ob man das Spiel als eine von zwei Figuren bestreiten möchte. Ein ähnliches Feature gab es zwar in dem Ableger "Syndicate", dort konnte und musste man aber zwischen den Figuren hin und her wechseln. In "Odyssey" ist das nicht möglich, das gesamte Spiel wird als eine Figur verbracht. Außerdem überlässt einem das Spiel die Wahl, wie man die Welt erleben möchte. Im „Exploration Mode“ werden nämlich die meisten Marker auf der Karte ausgeschaltet, sodass man von selbst seine Auftraggeber und Aussichtspunkte finden muss.

Das mag für ein Franchise, die seine Welt ständig mit kleinen Symbolen und Sammelgegenständen zugemüllt hat, wie ein großer Schritt. Der macht sich aber tatsächlich bezahlt. Zwar ist es erst mal ungewöhnlich, nicht zu wissen, wo man als nächstes hin soll. Doch der Vorteil wird schnell sichtbar: Man erkundet das Gebiet in seinem eigenen Tempo. Wer also keine Lust hat stur der Hauptgeschichte zu folgen, kann sich einfach frei durch die Landschaft bewegen.

Dabei entdeckt man Höhlen, Banditenlager oder auch Nebenquests, die mit neuen Ausrüstungen und Erfahrungspunkten locken. So fühlt sich das antike Griechenland mehr nach einer lebendigen, atmenden Welt an, als nur ein leeres Setting, in dem man einzelne Wegpunkte abläuft. Allerdings ist dieses Feature immer noch optional, also bleibt dem Spieler die Entscheidung, wie er das Spiel erleben möchte.

 

"Assassin's Creed Odyssey": Mehr "Witcher" als "Mass Effect"

Entscheidung ist eh ein interessantes Stichwort. Schließlich soll dies die große Neuerung in diesem Jahr sein. Zum allerersten Mal gibt es in "Assassin's Creed" ein Dialog-System. Man schaut also nicht nur in den Cutscenes zu - man formt seine Spielfigur durch die gewählten Antworten förmlich selbst. Das verstärkt den Rollenspiel-Aspekt, den die Entwickler immer mehr in die „Assassin's Creed“-Spiele einfließen lassen. Interessanterweise gibt es aber kein Moral-System wie zum Beispiel in der „Mass Effect“-Reihe. Viel eher erinnern die Gespräche und die Antworten an „The Witcher 3“, ob die gewählten Antworten nun gut oder schlecht sind, findet man erst viel später heraus.

Dem Spieler wird viel mehr Freiraum gelassen, was sich auch in der Queststruktur nieder schlägt. So kann man zum Beispiel zwar einen Händler einschüchtern, in dem man seine Waren zerschlägt. Wer aber ins Gespräch geht und die richtigen Antworten wählt, erfährt vielleicht die eine oder andere spannende Neuigkeit, die ein ganz anderes Licht auf unsere momentane Aufgabe wirft. Danach kann man den Laden ja schließlich immer noch ramponieren.

Das sind alles nicht unbedingt richtungsweisende Neuerungen, dennoch hat Ubisoft es geschafft, das alles sehr stimmig in das "Assassin's Creed“-Universum passt. Die neuen Hauptfiguren versprechen eine spannende Geschichte, das Setting ist sehr stimmig eingefangen und lädt zum Erkunden ein. Alleine auf der ersten Insel Kephallonia kann man gut mehrere Stunden verbringen und hat dennoch längst nicht alles gesehen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob die Entwickler die Faszination für die Welt und ihre Bewohner über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten können. Aber uns scheint ab dem 5. Oktober 2018 ein äußerst spannender und vergnüglicher Griechenland-Urlaub bevor zu stehen. Dann nämlich erscheint "Assassins Creed Odyssey" für PS4, XboxOne und PC.



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