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„Armes Deutschland“: 11-Jährige ertrinkt fast in Müll, Sender greift ein

Laura Armes Deutschland
„Armes Deutschland“: 11-Jährige ertrinkt fast in Müll, Sender greift ein. RTL II

"Armes Deutschland" zeigt Familien am Rande der Gesellschaft. Den verzweifelten Kampf der kleinen Laura kann selbst das Kamerateam kaum ertragen.

Die kleine Laura teilt sich ein Zimmer mit ihrer Schwester. Dabei steht im Haus ihrer Familie ein ganzes Stockwerk leer. Genutzt werden kann das allerdings nicht, denn es ist völlig zugemüllt.

Der Grund: Lauras Eltern sind Messis. Auf die Idee, im Haus endlich mal ein wenig klar Schiff zu machen, kommt die Familie aber selbst dann nicht, als sich das „Armes Deutschland“-Kamerateam ankündigt. Die einzige, die sich für ihre Lebensumstände zu schämen scheint, ist die 11-jährige Laura.

Ihr Vorschlag, im Erdgeschoss des Hauses zu entrümpeln, damit die Familie im 2. Stock nicht auf engstem Raum leben muss, stößt allerdings auf taube Ohren. Ein eigenes Zimmer darf das Kind sich zwar im unteren Teil des Hauses freischaufeln, auf Hilfe sollte sie dabei allerdings nicht hoffen. „Soll sie gucken, wie sie da unten zurechtkommt. Hauptsache sie ist jetzt endlich ruhig“, kommentiert Vater Gerhard (57) das Geschehen.

Auch Lauras große Schwester fühlt sich nicht für das Chaos verantwortlich: „Sie ist 11 Jahre alt, sie kann doch alleine aufräumen“.

Gesagt, getan. Doch auch das ist der Familie nicht Recht. Als Laura einen alten Rollstuhl mit Müll belädt, um ihn nach draußen zu bringen, wird sie von ihrer Mutter gestoppt. „Ey, wo willst du denn mit dem Mist hin?“, fragt diese gereizt.

Als Laura erklärt, sie wolle den Müll in der Mülltonne vorm Haus entsorgen, reagieren Lauras Eltern irritiert. Die Idee scheint den Erziehungsberechtigten neu zu sein, inspirieren lassen sie sich davon allerdings auch nicht.

„Ihr könntet mir ja helfen“, schlägt Laura vor. Die Reaktion ihrer Angehörigen ist so traurig wie vorhersehbar. „Nö“, antwortet ihre Mutter. Auch die übrigen fünf Familienmitglieder halten es nicht für nötig, sich vom Sofa zu erheben.

 

RTL II-Kamerateam kann das Geschehen nicht mehr stillschweigend hinnehmen

Das Kamerateam, das (offiziell) eigentlich nicht ins Geschehen eingreift, scheint es an dieser Stelle nicht länger auszuhalten und mischt sich mit der Nachfrage ein, weshalb niemand dazu bereit ist, dem Kind unter die Arme zu greifen. Die Antwort der Mutter stimmt traurig und fassungslos: „Sie wollte doch ein Zimmer, nicht ich. Ich hab ihr auch nicht gesagt, sie soll aufräumen.“

„[...] Tu was, Bewegung schadet nicht, schadet Dir sowieso nicht“, kommentiert die Mutter noch einmal aus dem Off und überlässt die 11-Jährige dann ihrem Kampf gegen Windmühlen.

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