Fernsehen

ARD und ZDF: Im Privatjet zur EM!

Die Berichterstattung der EM durch ARD und ZDF wird mit unseren GEZ-Gebühren finanziert. Und jetzt das: Die Reporter reisen im Privatjet zu den Spielen!

Privatjet
Luxus pur: Die Reporter von ARD und ZDF werden per Privatjet zu den Spielen der DFB-Elf geflogen. (Bild: gettyimage)

Ist das Verschwendung?

Jeder deutsche Haushalt zahlt pro Monat etwa 18 Euro GEZ-Gebühren. Mit diesem Geld machen die öffentlich-rechtlichen TV- und Rundfunksender ihr Programm. Dass die EM im Free-TV zu sehen ist – super! Die meisten Deutschen finden, dass die Gebühren in guter Fußballberichterstattung bestens angelegt sind. Jetzt gibt es aber einen Riesen-Wirbel: Wie bekannt wurde, werden die Sportreporter von ARD und ZDF mit einem Privatjet von Spiel zu Spiel geflogen. Ein Mega-Luxus und vor allem: Mega teuer! Denn jeder Flug kostet den GEZ-Gebührenzahler rund 14.000 Euro.

Einleuchtende Erklärung

Der WDR hat jetzt alle Zahlen zu den Dienstreisen seiner Mitarbeiter während der EM offengelegt: So reisen 31 Reporter für das Gruppenspiel der deutschen Elf gegen Nordirland vom DFB-Quartier in Evian nach Paris. Mit dem Auto eine Strecke von knapp 600 Kilometern, mit Rückreise also das Doppelte: 1200 Kilometer. Die Kosten für den Privatjet werden auf die 31 Mitarbeiter aufgerechnet. Pro Kopf werden also für Hin- und (!) Rückflug (28.000 Euro) rund 900 Euro fällig. Viel Geld, aber wohl immer noch günstiger als eine Anreise mit der Bahn oder Linienflügen. Zumal man dann noch die Kosten für 31 Zimmer in den nicht gerade günstigen Pariser Hotels addieren müsste. So fliegen die Reporter nach dem Spiel einfach direkt zurück in ihre Stammunterkunft in der Nähe des DFB-Quartiers. Eine WDR-Sprecherin betonte, dass die Lösung mit dem Privatjet mit Abstand die wirtschaftlichste gewesen sei. 

Mega teure Übertragungsrechte

Außerdem kommt der Jet nur bei DFB-Spielen zum Einsatz, kostet die Sender während des ganzen Turniers rund 200.000 Euro. Sehr viel Geld, aber im Vergleich zum Preis der Übertragungsrechte nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn um die Spiele zeigen zu dürfen, gaben ARD und ZDF rund 160 Millionen Euro – GEZ-Gebühren versteht sich.

Von Caspar Winkelmann

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