Fernsehen

ARD-"Quizduell" wird zur Pannenshow

Bereits am Montagabend sorgte die Show-Premiere von "Quizduell" für reichlich Aufregung. Die technischen Fehler sind noch immer nicht behoben.

Quizduell
Quizduell

Unter dem Hashtag "Quizduell" lief die Twitter-Gemeinde in den letzten zwei Tagen Sturm. Was eine Weltpremiere werden sollte, entpuppte sich binnen weniger Minuten zur peinlichen Pannen-Show.

Eigentlich klang die Idee der ARD für das neue, interaktive Sendekonzept vielversprechend: In einer Live-Show, die der beliebten App "Quizduell" nachempfunden ist, tritt eine Gruppe Kandidaten gegen die gesamte virtuelle Online-Gemeinde an und quizzt um einen realen Geldpreis.
Doch anscheinend war der Teilnehmer-Ansturm zu gewaltig für die ARD-Server: Am Montagabend brach die Technik zusammen, die Online-User konnten nicht mehr teilnehmen und die Showrunner erhielten keine verwertbaren Daten.

Auch die zweite Sendung am Dienstag ging nach hinten los: Wieder mussten sich die vier Kandidaten "nur" gegen das Studio-Publikum durchsetzen. Krisenmanager und Moderator Jörg Pilawa hielt die Stellung und versuchte die schlechte Stimmung mithilfe von Regieanweisungen und lässigen Sprüchen abzuwenden. Als Alternative schlug der erfahrene Quiz-Master vor, die Zuschauer sollen ihre Antworten doch bitte per Post an die ARD versenden.

Mit etwas weniger Humor dürften die registrierten Online-User die Technik-Panne aufgenommen haben. In der Premierenshow war bereits von einem möglichen Hacker-Angriff die Rede. Wie der Sicherheitsdienst heise security am Dienstag meldete, bestünde ein sogenanntes Datenleck über das Computer-Profis auf 50.000 Nutzerdaten der "ARD Quizduell"-Spieler zugreifen können. Darunter auch empfindliche Informationen wie vollständige Namen, Wohnorte, Geburtsdaten und Email-Adressen der App-User.

Wie es mit dem Format weitergeht, entscheidet sich wohl im Laufe der Woche. Als Alternative kann die Daily-Soap "Verbotene Liebe" auf den Sendeplatz zurückkehren. Derzeit beschert das "Quizduell"-Chaos der ARD allerdings recht erfreuliche Quoten, weshalb die Ratesendung erstmal noch weiter ausgestrahlt werden soll.

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