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ARD-Anstalten: Programmänderungen bei NDR, BR und WDR drohen!

Aufgrund von Tarifstreitigkeiten sind die Arbeitnehmer der ARD-Sendeanstalten aufgerufen, ihre Arbeit am Donnerstag und Freitag niederzulegen. Das könnte zu Programmausfällen führen.

ARD-Anstalten: Programmänderungen bei NDR, BR und WDR drohen!
Bei den ARD-Anstalten drohen Programmänderungen durch Streiks. Foto: ARD

Noch immer ist der Streit um den Tarif bei den ARD-Anstalten nicht beigelegt und das scheint auch noch eine Weile so zu bleiben. Wie "dwdl.de" berichtet, soll es daher am Donnerstag und Freitag zu diversen Streiks kommen. Dazu haben die Gewerkschaften aufgerufen. 

Betroffen sind unter anderem der Bayrische Rundfunk, bei dem die Arbeit bei allen Diensten niedergelegt werden soll, die am Mittwoch um 23 Uhr oder danach starteten und bis Samstagfrüh andauern. Wie es von Seiten des Senders heißt, könne sich dies auch auf den Programmablauf auswirken und dort im schlimmsten Falle zu "Sendeausfällen" führen.

Auch beim NDR könne es zu Änderungen des Programms kommen, wie Ver.di-Gewerkschaftssekretär Lars Stubbe dem „Hamburger Abendblatt“ mitteilte. Dort seien die Arbeitnehmer aufgerufen von Donnerstagmorgen um 0 Uhr und bis Samstag 3 Uhr zu streiken, beim WDR von Freitag um 4 Uhr bis Samstag 3 Uhr. Zudem sollen die Mitarbeiter der WDR mediagroup und der WDR mediagroup digital von 6 bis 22 Uhr am Freitag einem Solidaritätsstreik beiwohnen, so die Gewerkschaften. Ob sich wie von ver.di geplant auch andere ARD-Anstalten dem Streik anschließen, ist noch nicht bekannt. 

 

ARD-Anstalten im Streik: Erste Auswirkungen bereits spürbar

Die ersten Auswirkungen des Streiks waren bereits am Donnerstagmorgen beim „ARD-Morgenmagazin“ zu spüren: Dort musste Sprecherin Susanne Daubner die Nachrichten ohne Bilder und Bewegtbilder verlesen.

Doch worum geht es überhaupt bei den Forderungen der Gewerkschaften und Arbeitnehmer? Zukünftig sollen Gehalt oder Honorar für ein Jahr um sechs Prozent angehoben werden; wer einen länger laufenden Vertrag hat, der sollte entsprechend dem jüngsten Tarifabschluss für die Angestellten der Länder bezahlt werden, so die Forderungen. Davon sind die Sender bislang jedoch noch weit entfernt. Laut "dwdl.de" werfen die Gewerkschaften den Anstalten vor, eine Einigung in die Länge zu ziehen und mit ihren Angeboten weit unterhalb der Möglichkeiten des Öffentlichen Dienstes zu bleiben. 

Anschuldigungen, die zumindest von BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel zurückgewiesen werden, der klarstellte, die bisherigen Erhöhungen des Gehalts seien "oberhalb der aktuellen Inflation" und nur möglich, da es Umschichtungen gäbe und Personalabbau betrieben werde. Am 27. November soll erneut verhandelt werden.



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