Kino

Angelina Jolie kämpft für syrische Flüchtlinge

Als UNO-Botschafterin hat Angelina Jolie den libanesischen Präsidenten um Hilfe für Syrien-Flüchtlinge in dessen Land gebeten und eine Schule für syrische Kinder besucht.

Man mag von Angelina Jolies Filmen, von ihrem öffentlich diskutiertem Privatleben oder ihren angeblichen Diven-Allüren halten, was man möchte. All das ist jedenfalls reichlich unbedeutend gegenüber Jolies Arbeit als UNO-Botschafterin: Mit großem Engagement setzt sich die Schauspielerin dabei für Menschen in aller Welt ein, die ganz andere Gedanken im Kopf haben als Filme oder Promi-Klatsch. Aktuell hält sich Angelina Jolie im Libanon auf, um das Elend der Flüchtlinge vor dem Massaker im Nachbarland Syrien lindern zu helfen. Dazu traf sich die UNO-Gesandte mit Staatspräsident Michel Suleiman und Premierminister Najib Mikati und bat um mehr Unterstützung für die inzwischen über 67.000 Menschen, die vor den Gräueltaten des syrischen Regimes unter Präsident Assad in den Libanon getrieben wurden. Die besonders umkämpften Städte Damaskus und Homs liegen nah an der Grenze zum Libanon, offizielle Flüchtlingslager gibt es dort bisher allerdings nicht. Die Ergebnisse der Unterredung wurden von beiden Seiten als vertraulich klassifiziert.

 

Hilfbereitschaft im Gastland

Anschließend besuchte Angelina Jolie eine Schule in der grenznahen libanesischen Stadt Bar Elias, die von der UNO für syrische Flüchtlinge eingerichtet wurde. Dort werden Flüchtlingskinder von freiwilligen Helfern aus dem Libanon und von der UNO unterrichtet, um ihnen ansatzweise wieder ein Gefühl von geregeltem Alltag zu vermitteln. Zuletzt reiste Jolie ins libanesische Bekaa-Tal, wo jede Woche etwa 400 neue Flüchtlinge aus Syrien ankommen und von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz mit dem Allernötigsten versorgt werden. Einige Flüchtlinge sind inzwischen in lybischen Gastfamilien untergekommen. Von deren Hilfsbereitschaft zeigte sich Angelina Jolie beeindruckt: "Ich war tief bewegt, als ich sehen durfte, wie syrische Familien wieder ein Zuhause gefunden haben, in dem sie willkommen und geschützt sind." Die Eindrücke ihrer UNO-Arbeit im ehemaligen Jugoslawien hatte Angelina Jolie zuletzt in ihrem mutigen Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" verarbeitet - und damit für kontroverse Diskussionen gesorgt. Nicht ausgeschlossen, dass Jolie irgendwann auch die Nöte der syrischen Flüchtlinge auf die Leinwand bringt.



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