Kino

Amoklauf bei "Twilight"-Vorstellung verhindert

Mit zwei Sturmgewehren und 400 Schuss Munition wollte der 20-jährige Blaec L. bei einer US-Kinovorführung von "Breaking Dawn 2" so viele Menschen wie möglich töten.

Amoklauf bei "Twilight"-Vorstellung verhindert
Amoklauf bei "Twilight"-Vorstellung verhindert (Polk County Sheriff's Office) Polk County Sheriff's Office

Beinahe wäre es in der Kleinstadt Bolivar im US-Bundestaat Missouri zu einem ähnlichen Kino-Massaker gekommen wie Mitte des Jahres in Aurora, Colorado, bei "The Dark Knight Rises". Der 20-jährige Blaec L. plante für die Kinovorführung des Twilight-Finales "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 2" im Kino der 10.000-Einwohner-Stadt Bolivar, die 200 km westlich von St. Louis liegt, eine Bluttat. Er kaufte zwei Sturmgewehre sowie 400 Schuss Munition und wollte nach eigenen Angaben "so viele Menschen wie möglich töten". Doch die Mutter des jungen Mannes schöpfte Verdacht und verständigte die Polizei. Blaec L. wurde daraufhin sofort festgenommen, die Kaution auf 500.000 Dollar festgesetzt. Die Anklage lautet auf Planung eines Anschlags, Verüben einer Terror-Drohung und bewaffneten Überfall. Bei seiner Vernehmung soll der verhinderte Täter gesagt haben, er fühle sich mit den Tätern von Aurora "sehr verbunden", er hege "dieselben mörderischen Gedanken".

 

Offensichtlich geistesgestört

Teil seines Planes war auch, vor dem Kino den örtlichen Discounter Wal-Mart zu überfallen, um sich dort einen Nachschub an Munition besorgen zu können, falls ihm diese beim Amoklauf ausginge. Experten rechnen damit, dass der Mann als unzurechnungsfähig klassifiziert und in eine Anstalt eingewiesen wird. Indessen hat James Holmes, der die Bluttat in Aurora verübt hat, einen Gerichtstermin versäumt. Der 24-Jährige, der für den Tod von 12 Menschen verantwortlich ist, ist vor drei Tagen wiederholt mit dem Kopf gegen die Wand seiner Gefängniszelle gelaufen und wurde daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert. Die zuständigen Ermittler bezeichneten seinen Selbstmordversuch, wie es die Verteidigung nannte, als "halbherzig". Die Staatsanwaltschaft weigerte sich daraufhin, den Gerichtstermin offiziell verlegen zu lassen.



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