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Fernsehen

Abschied von KiKA: Reformstaatsvertrag legt das Ende einer TV-Ära fest

Eine neue Rundfunkreform strafft das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender. Davon wird in Zukunft auch KiKA betroffen sein.

Ernie, Bert, Samson und Co. posieren für die Kamera.
Die Sesamstraße bleibt uns glücklicherweise so oder so erhalten. Foto: NDR/Sesame Workshop

Der Kinderkanal KiKA steht nach über 25 Jahren vor einem tiefgreifenden Wandel. Im Zuge einer geplanten Rundfunkreform von ARD und ZDF soll das klassische Kinderfernsehen bald Geschichte sein – und nur noch online zur Verfügung stehen.

Reform soll öffentlich-rechtlichen Rundfunk digitaler machen

Der neue Reformstaatsvertrag der Bundesländer soll den öffentlich-rechtlichen Rundfunk moderner und effizienter gestalten. Er legt fest, wie ARD, ZDF und Deutschlandradio künftig arbeiten, sparen und ihre Inhalte verbreiten dürfen.

So soll der KiKA ab 2033 kein eigenes lineares Fernsehprogramm mehr haben. Stattdessen werden dann alle Inhalte ausschließlich über Mediatheken, Streaming-Plattformen oder Apps angeboten. Das bedeutet: kein Empfang mehr über Satellit, Kabel oder Antenne, sondern nur noch online.

Was sich für Zuschauer und Zuhörer ändert

Der KiKA erhält hier noch eine mehrjährige Gnadenfrist, doch andere Bereiche des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind sofort betroffen. Von den vier Info-Sendern Tagesschau24, ZDF Info, Phoenix und Alpha sollen nur noch zwei Sender übrig bleiben, auch von Funk, ZDF Neo oder One muss sich mindestens ein Sender verabschieden. Das Ziel ist klar:

  • Weniger Textangebote im Netz, um Konkurrenz zu privaten Online-Medien zu vermeiden.

  • Zusammenlegung oder Einstellung von Spartensendern, um Kosten zu senken.

  • Eine insgesamt schlankere und stärker digitale Struktur bei ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Am 1. Dezember ist der Reformstaatsvertrag offiziell in Kraft getreten, die direkten Konsequenzen folgen in den kommenden Monaten und Jahren. Die Abschaltung von 16 Radiosendern ist beispielsweise ab 2027 geplant.

Kritik am Ende des linearen KiKA

Während Befürworter den Schritt als zeitgemäße Anpassung an das Nutzungsverhalten junger Zielgruppen sehen, warnen Kritiker vor dem Verlust eines wichtigen medienpädagogischen Angebots.

Das lineare Programm biete vielen Familien Orientierung und feste Strukturen im Alltag. Auch deshalb hat man sich bei ARD und ZDF gegen einen sofortigen Abschalttermin entschieden: Der Übergang solle erst dann erfolgen, wenn die Mehrheit der Zuschauer tatsächlich non-linear schaut.

Quellen
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