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Ab heute | Neue Sendeplätze für "Berlin - Tag und Nacht" und "Köln 50667"

Noch mehr "Berlin - Tag & Nacht" und "Köln 50667"!
Statt eigenständige Nachrichten zu produzieren, hat sich RTL II offenbar dazu entschieden, seine Vorabendsoaps "Berlin - Tag & Nacht" und "Köln 50667" auszubauen. Instagram/Berlintagundnacht/RTL II

Überraschende Neuigkeiten für Fans von "Berlin - Tag und Nacht" und "Köln 50667": Ab heute gibt es neue Sendeplätze für die RTL II-Soaps.

Seit 2011 bzw. 2013 zählen "Berlin - Tag und Nacht" und "Köln 50667" zu DEN Erfolgsformaten von RTL II. In diesem Jahr freute sich der BTN-Ableger sogar schon mehrfach über Quoten, die er zuletzt vor Jahren einfuhr.

Und der Aufwärtstrend scheint weiterzugehen: Wie der Sender nun verkündete, verschafften die beiden Vorabendsoaps RTL II beispielsweise auch im Juli "herausragende Werte". So erzielte "Köln 50667" trotz hochsommerlicher Temperaturen einen Marktanteil von bis zu 13,4 Prozent (bei den 14- bis 29-Jährigen sogar 25,4 Prozent), während die Mutterserie bis zu 12,1 Prozent einstrich und bei den jungen Zuschauern auf bis zu 20,1 Prozent Marktanteil kam. 

 

Ab heute | Neue Sendeplätze für "Berlin - Tag und Nacht" und "Köln 50667"

Dem ungebrochenen Fanbeistand dürfte es daher zu verdanken sein, dass sich der Sender nun dazu entschlossen hat, seine Quotenrenner auszubauen und sie ab heute, den 3. September, sogar bis zur Primetime um 20.15 Uhr auszustrahlen. Das bedeutet neben einem neuen Sendeplatz auch, zumindest für BTN, mehr Sendezeit!

Fortan startet "Köln 50667" montags bis freitags um 18.05 Uhr; "Berlin - Tag und Nacht" folgt um 19.05 Uhr und bekommt zehn Minuten mehr Sendezeit. 

 

Heftige Kritik an "RTL II News"-Entscheidung

Das Ganze hat jedoch auch eine Schattenseite: Die Nachrichtensendung "RTL II News", die bislang um 20 Uhr lief, muss infolge von Sparmaßnahmen den Dauerbrennern weichen und wird zukünftig zu einer 7-minütigen Kurzsendung zusammengefasst, die auf dem 17 Uhr-Sendeplatz gezeigt wird.

In den kommenden Monaten soll das Redaktionsteam aufgelöst werden; die Sendung soll in Zukunft von der RTL-Tochter InfoNetwork in Köln produziert werden. Die Kosten der Anfertigung einer eigenständigen Nachrichtensendung will sich RTL II offenbar nicht mehr leisten. Eine Senderentscheidung, die von Seiten der Redaktion, der Landesmedienanstalten sowie dem Deutschen Journalisten-Verband scharf kritisiert wird.

In einem Video-Apell richtete sich das News-Team nach der Verkündung an die Gesellschafter des Senders: "Uns ist klar: Man kann mit Nachrichten kein Geld verdienen, man darf mit Nachrichten auch kein Geld verdienen. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass es sich für den Sender lohnt, die ‚RTL II News‘ zu erhalten", so Moderator Christoph Hoffmann.

Zuletzt hätten die "RTL II News" bei der jüngeren Zielgruppe einen Marktanteil von etwa 10,1 Prozent eingefahren. "Regelmäßig sind unsere News in den Top 3 des Tages aller RTL II-Sendungen", erklärt das Redaktionsteam. Auch Reporterin Meike Gehring meldet sich zu Wort in dem Clip und unterstreicht die Wichtigkeit von Nachrichtensendungen: "Ohne uns geht in Zeiten gezielter Desinformation und Fake News eine unabhängige journalistische Stimme verloren. Ohne uns werden viele junge Menschen gar keine Nachrichten mehr schauen."

Weiter heißt es von Moderatorin Steffi Brungs: "Wir sind überzeugt: Die ‚RTL II News‘ sind wichtig für die positive Wahrnehmung des Senders. Mit einem Abbau oder Ende der News in der jetzigen Form gehen RTL II Kompetenzen verloren, die so gar nicht mehr ersetzt werden können."

 


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