"The Voice of Germany"

Wer hat "The Voice"?

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Nur die Stimme zählt! Mit diesem einfachen Konzept rockt "The Voice of Germany" das deutsche Casting-TV. TV Movie war live dabei, kennt Favoriten- und Probleme...

Unfucking fassbar!“ Besser kann man die irre Erfolgsstory der Casting- Show "The Voice of Germany" (SAT.1 und ProSieben im Wechsel) kaum zusammenfassen. Geprägt hat den Spruch Rea Garvey (38). Wann immer den aus Irland stammenden Coach die Performance eines Kandidaten umhaut (und das passiert häufig), bricht es aus ihm heraus: "Unfucking fassbar!"
Hat er recht? Wir waren bei "Blind Auditions" und Live-Show dabei – und sagen: ja! Die musikalische Qualität der Stimmwunder auf der Bühne lässt staunen. Und schon vor dem Halbfinale am 3. Februar und dem großen Finale mit den letzten vier "Talents" eine Woche später steht fest: Auch bei den Zuschauern ist „The Voice of Germany“ eine sagenhafte Erfolgsstory!

Schamfreie Zone


Bereits in der Anfangsphase verzeichnet die Show gigantische 30,9 Prozent Marktanteil, heißt: Auf fast jedem dritten Fernseher läuft das Casting, bei dem die Musikprofis Garvey, Xavier Naidoo, Nena und die beiden Frontmänner Alec und Sascha von The BossHoss außergewöhnliche Gesangstalente sichten. "Die Qualität der Sänger ist tatsächlich sehr hoch – und so noch nie im deutschen Fernsehen da gewesen", freut sich Coach und Juror Naidoo. Während Dieter Bohlen mit "DSDS" auch in der aktuellen neunten Staffel auf den Freak-Faktor setzt, punktet "The Voice" mit geballter Talent-Power. 68 Prozent der anfangs 150 Kandidaten haben Musikerfahrung, verdienen damit sogar Geld. Jeder Vierte spielt mehr als zwei Instrumente.

Erste Quellwolken


Rückschläge gibts trotzdem. Nach der Anfangsphase, in der die Coaches/Juroren mit dem Rücken zur Bühne saßen, um sich nicht von der Musik ablenken zu lassen, und nach den hart umkämpften Gesangsduellen der „Talents“ trübte sich der strahlend blaue Casting-Himmel zuletzt etwas ein – die Quoten gehen leicht zurück. Das Problem: Der erste Wow-Effekt ist verpufft, seit den Live-Shows unterscheidet sich die Präsentation von "The Voice" kaum von den bekannten Casting-Sendungen. Plötzlich hüpfen aufgerüschte Tänzer durchs Bild, und krachende Pyrotechnik sorgt für Tamtam. Sogar die Verkündung des Zuschauervotings erinnerte teilweise stark an die nervigen Monologe von "DSDS"-Moderator Marco Schreyl.
Doch besonders ärgerlich für die Show, bei der nur die Stimme zählt: Ausgerechnet während der ersten

Enges Finale


Allen Schwierigkeiten zum Trotz: "The Voice" wütet wie ein Machete durch den deutschen Casting-Dschungel – und legt den Blick aufs Wesentliche frei: Talent!  Was "X Factor" bei VOX bereits im Ansatz versuchte, hat das Gemeinschaftsprojekt von ProSieben/SAT.1 perfektioniert: Stimme ist Trumpf! Entsprechend friedlich (und "DSDS"-untypisch) klingt Xavier Naidoos Kampfansage an die Konkurrenz: "Singt euch gut warm!"
Bei so vielen starken Sängerinnen und Sängern ist der Finalausgang völlig offen. Meine persönlicher Favorit ist Frauenschwarm Max Giesinger (Team Xavier Naidoo).

TEXT: Miriam Meißner
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