"Gefährten" ab 16.2 im Kino!
Spielbergs Pferdeoper
Ab 16.2 ist Steven Spielbergs neues Meisterwerk "Gefährten" im Kino zu sehen
Nach "Tim & Struppi" liefert Steven Spielberg ein Rührstück über Pferde und Freundschaft. Kann der Kino-Gigant mit seinem Oscar-Anwärter bei uns abräumen?...
Was für eine Ehre für Steven Spielberg (65): Bei der London-Premiere seines Kriegsdramas "Gefährten" war die Duchess of Cambridge, Kate Middelton, so gerührt, dass Mrs. Spielberg ihr mit einem Taschentuch aushelfen musste. Für den 65-Jährigen Filmemacher ein großes Kompliment.
Ein bisschen Aufmunterung kann er gebrauchen: In letzter Zeit sah es nämlich danach aus, als hätte Hollywoods Kino-Magier seine Zauberkraft verloren: Die Comic-Verfilmung "Die Abenteuer von Tim und Strupp" (Budget: 140 Millionen Dollar) lief in den USA nur mäßig, machte gerade einmal 68 Millionen Dollar Umsatz. Auch "Gefährten" enttäuschte: Das Drama spielte dort bisher nur seine Produktionskosten von 66 Millionen Dollar wieder ein.
Doch die Zahlen täuschen. Die "Tim und Struppi"-Comics des Belgiers Hergé kennt in den USA kaum einer – in Europa sind sie dagegen Kult. Klar, dass das 3D-Abenteuer bei uns viel mehr Leute ins Kino gelockt hat. Das weltweite Einspielergebnis von 346 Millionen Dollar spricht dann auch für sich. Genauso wie der Golden Globe, den Spielberg gerade für sein Trickfilm-Spektakel abgeräumt hat. Auch „Gefährten“ hat das Potenzial die Euro-Kassen klingeln zu lassen: Die Geschichte eines Jungen, der aus Liebe zu seinem Pferd in den Krieg zieht, läuft in London seit 2007 als erfolgreiches Bühnenstück.
Spielberg ist ein Regisseur, der nur Stoffe umsetzt, an die er glaubt. Dabei springt er mühelos zwischen den Genres – gerade arbeitet er an einem Leinwand-Porträt über US-Präsident „Lincoln“. Mit seinen Visionen sprengt er zwar nicht immer die 300-Millionen-Dollar-Marke. Seine Magie hat er deshalb aber noch lange nicht verloren. TV Movie traf Spielberg in New York zum Interview.
TV MOVIE: Mr. Spielberg, wie kamen Sie auf die Idee aus "Gefährten" einen Kinofilm zu machen?
STEVEN SPIELBERG: Irgendwer drückte mir das Buch "War Horse" (dt. "Schicksalsgefährten") von Michael Morpurgo in die Hand und erzählte mir von dem gleichnamigen Theaterstück in London. Also flog ich nach England, um mir die Inszenierung anzusehen.
TV MOVIE: Was haben Sie nach der Aufführung gedacht?
STEVEN SPIELBERG: Ich war schlichtweg begeistert! Geradezu sprachlos. Das passiert mir nicht oft (lacht), aber wenn es passiert, ist es ein gutes Zeichen. Ich bin dann nach Hause geflogen und habe sofort mit der Arbeit begonnen.
TV MOVIE: Haie, Aliens, Dinosaurier – und jetzt Pferde. Was reizte Sie an letzteren?
STEVEN SPIELBERG: Ich besitze selbst acht Pferde. Sie leben alle in Ställen auf unserem Grundstück. Seit vielen Jahren dreht sich bei uns zu Hause alles nur um diese Tiere.
Ein bisschen Aufmunterung kann er gebrauchen: In letzter Zeit sah es nämlich danach aus, als hätte Hollywoods Kino-Magier seine Zauberkraft verloren: Die Comic-Verfilmung "Die Abenteuer von Tim und Strupp" (Budget: 140 Millionen Dollar) lief in den USA nur mäßig, machte gerade einmal 68 Millionen Dollar Umsatz. Auch "Gefährten" enttäuschte: Das Drama spielte dort bisher nur seine Produktionskosten von 66 Millionen Dollar wieder ein.
Doch die Zahlen täuschen. Die "Tim und Struppi"-Comics des Belgiers Hergé kennt in den USA kaum einer – in Europa sind sie dagegen Kult. Klar, dass das 3D-Abenteuer bei uns viel mehr Leute ins Kino gelockt hat. Das weltweite Einspielergebnis von 346 Millionen Dollar spricht dann auch für sich. Genauso wie der Golden Globe, den Spielberg gerade für sein Trickfilm-Spektakel abgeräumt hat. Auch „Gefährten“ hat das Potenzial die Euro-Kassen klingeln zu lassen: Die Geschichte eines Jungen, der aus Liebe zu seinem Pferd in den Krieg zieht, läuft in London seit 2007 als erfolgreiches Bühnenstück.
Spielberg ist ein Regisseur, der nur Stoffe umsetzt, an die er glaubt. Dabei springt er mühelos zwischen den Genres – gerade arbeitet er an einem Leinwand-Porträt über US-Präsident „Lincoln“. Mit seinen Visionen sprengt er zwar nicht immer die 300-Millionen-Dollar-Marke. Seine Magie hat er deshalb aber noch lange nicht verloren. TV Movie traf Spielberg in New York zum Interview.
TV MOVIE: Mr. Spielberg, wie kamen Sie auf die Idee aus "Gefährten" einen Kinofilm zu machen?
STEVEN SPIELBERG: Irgendwer drückte mir das Buch "War Horse" (dt. "Schicksalsgefährten") von Michael Morpurgo in die Hand und erzählte mir von dem gleichnamigen Theaterstück in London. Also flog ich nach England, um mir die Inszenierung anzusehen.
TV MOVIE: Was haben Sie nach der Aufführung gedacht?
STEVEN SPIELBERG: Ich war schlichtweg begeistert! Geradezu sprachlos. Das passiert mir nicht oft (lacht), aber wenn es passiert, ist es ein gutes Zeichen. Ich bin dann nach Hause geflogen und habe sofort mit der Arbeit begonnen.
TV MOVIE: Haie, Aliens, Dinosaurier – und jetzt Pferde. Was reizte Sie an letzteren?
STEVEN SPIELBERG: Ich besitze selbst acht Pferde. Sie leben alle in Ställen auf unserem Grundstück. Seit vielen Jahren dreht sich bei uns zu Hause alles nur um diese Tiere.
TV MOVIE: Reiten Sie auch selbst?
STEVEN SPIELBERG: Oh nein! Aber meine Frau hat großen Spaß daran. Und meine fünfzehnjährige Tochter. Sie tritt sogar bei Springturnieren an. Ich selbst steige nicht in den Sattel. Dafür stehe ich oft im Stall und miste aus... Ein Film mit Pferden zu drehen schien mir daher sehr vertraut.
TV MOVIE: Sehen Sie "Gefährten" als Kriegsfilm?
STEVEN SPIELBERG: Nein, es geht darin nicht primär um Krieg.
TV MOVIE: Worum dann?
STEVEN SPIELBERG: Es geht darum, wie ein Tier unterschiedliche Menschen zusammenbringen kann. Die Geschichte ist ein Symbol für die Hoffnung, dass irgendwann Frieden zwischen den Menschen geschaffen werden kann.
TV MOVIE: In Hollywood herrscht ein enormer Konkurrenzkampf. Beeinflusst Sie das?
STEVEN SPIELBERG: Nein, absolut nicht. Wenn man in diesem Geschäft eifersüchtig ist und die Arbeit anderer nicht würdigen kann, schneidet man sich ins eigene Fleisch. Darauf lasse ich mich gar nicht erst ein. Im Gegenteil: Ich bewundere die Arbeit anderer. Regisseure wie Alexander Payne oder Steven Soderbergh inspirieren mich. Wenn ich gute Filme sehe, will ich selbst welche drehen.
TV MOVIE: Und was passiert, wenn sie schlechte Filme sehen?
STEVEN SPIELBERG: Oh nein! Aber meine Frau hat großen Spaß daran. Und meine fünfzehnjährige Tochter. Sie tritt sogar bei Springturnieren an. Ich selbst steige nicht in den Sattel. Dafür stehe ich oft im Stall und miste aus... Ein Film mit Pferden zu drehen schien mir daher sehr vertraut.
TV MOVIE: Sehen Sie "Gefährten" als Kriegsfilm?
STEVEN SPIELBERG: Nein, es geht darin nicht primär um Krieg.
TV MOVIE: Worum dann?
STEVEN SPIELBERG: Es geht darum, wie ein Tier unterschiedliche Menschen zusammenbringen kann. Die Geschichte ist ein Symbol für die Hoffnung, dass irgendwann Frieden zwischen den Menschen geschaffen werden kann.
TV MOVIE: In Hollywood herrscht ein enormer Konkurrenzkampf. Beeinflusst Sie das?
STEVEN SPIELBERG: Nein, absolut nicht. Wenn man in diesem Geschäft eifersüchtig ist und die Arbeit anderer nicht würdigen kann, schneidet man sich ins eigene Fleisch. Darauf lasse ich mich gar nicht erst ein. Im Gegenteil: Ich bewundere die Arbeit anderer. Regisseure wie Alexander Payne oder Steven Soderbergh inspirieren mich. Wenn ich gute Filme sehe, will ich selbst welche drehen.
TV MOVIE: Und was passiert, wenn sie schlechte Filme sehen?
STEVEN SPIELBERG: Die nehmen mir die Lust am Arbeiten.
Lesen Sie hier den zweiten Teil des Interviews mit Steven Spielberg!
Lesen Sie hier den zweiten Teil des Interviews mit Steven Spielberg!















