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"Nur ein Hauch von Glück". Romy Schneider im Zweiten Weltkrieg -
Nordfrankreich, Mai 1940: Auf der Flucht vor der dem Einzug der deutschen Truppen, fliehen tausende Franzosen aus dem belgischen Grenzgebiet Richtung Süden. Darunter befindet sich auch der Radiomechaniker Julien Maroyeur (Jean-Louis Trintignant) mit seiner hochschwangeren Frau und seiner kleinen Tochter. In einem völlig überfüllten Flüchtlingszug wird er von seiner Familie getrennt. Während Frau und Kind erster Klasse reisen, muss Julien sich mit einem Platz in einem Güterwaggon zufrieden geben. Dort lernt er die schöne deutsche Jüdin Anna Kupfer kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und beginnen eine leidenschaftliche Liebesaffäre. Im Auffanglager gibt Julien sich für den Ehemann seiner Geliebten aus, die keine Papiere hat. Anna verschwindet daraufhin nach wenigen Tagen und Julien findet seine Familie wieder. Drei Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut, als Anna von der Gestapo verhaftet wird und sich beide im Verhörzimmer gegenüber stehen. "Psychologisch einfühlsam inszeniertes, privates Schicksal vor dem Hintergrund von Flüchtlingselend und Kriegszerstörung. Menschlich anrührend, hervorragend gespielt." Zitat: Lexikon des internationalen Films
Sensibel inszeniert
| Spaß |
Action |
Erotik |
Spannung |
Anspruch |
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•• |
| Schauspieler |
| Anna Kupfer |
Romy Schneider
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| Julien |
Jean-Louis Trintignant
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| Maurice |
Maurice Biraud
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| Kommissar |
Paul Le Person
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| Anna Maroyeur |
Anne Wiazemsky
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| Julie |
Régine
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| Der Fremde |
Roger Ibanez
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| Francois le Verdun |
Paul Amiot
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| Le Maquignon |
Franco Mazzieri
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| René |
Jean Lescot
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| Monique |
Nike Arrighi
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| Der Bärtige |
Serge Marquard
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| Filmcrew |
| Regie |
Pierre Granier-Deferre
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| Drehbuch |
Pascal Jardin |
| Drehbuch |
Pierre Granier-Deferre |
| Buch |
Georges Simenon |
| Kamera |
Walter Wottitz |
| Musik |
Philippe Sarde |
Weitere Ausstrahlungstermine- Es liegt keine Wiederholung zu dieser Sendung vor.
Der Film thematisiert nach Georges Simenon die Flucht der Franzosen vor der einrückenden deutschen Wehrmacht. Wenn sich hier die Handlung auf eine deutsche Jüdin (Romy Schneider) und einen ahnungslosen Franzosen (Jean-Louis Trintignant) konzentriert, verspricht das spannend zu werden. Wenn sich beide ineinander verlieben, obwohl sie verheiratet sind, ist es aussichtslos. Aber genau das ist der Punkt. In diesem grandiosen Kammerspiel bieten die beiden Hauptdarsteller Schauspielkunst vom Feinsten. Selten hat die Kamera sichtbar gemacht, was einer denkt. Hier verfolgt sie Zentimeter für Zentimeter das makellose Gesicht von Romy Schneider. Wir wissen Trintignant betrachtet sie! Ansonsten vermag die beredte Mimik der beiden mehr zu sagen als Worte. Beide liefern hier eine ihrer besten Charakterstudien ab. Und dann der unglaublich tolle, wortlose Schluss, eingeleitet nach einer überraschenden Wende. Auf der Bühne würde man das einen dramatischen Schlussvorhang nennen: unerwartet und offen. Einfach genial!
Ein Film der im Zug spielt, und der das ganze Drama der damaligen Zeit wiederspiegelt mit einer liebreizenden Romy Schneider.
Klasse Film. Jean-Louis Trintignant in einer seiner besten Rollen und Romy Schneider ist einfach großartig.