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"Tote Mädchen lügen nicht" sorgt weiterhin für Kontroversen!

Tote Mädchen lügen nicht
Inspiriert "Tote Mädchen lügen nicht" Jugendliche wirklich zum Suizid? / Netflix

Die Netflix-Hitserie „Tote Mädchen lügen nicht“ behandelt das sensible Thema Suizid – deshalb wurde nun die Romanverlage aus einigen Bibliotheken verbannt.

 

Romantisiert "Tote Mädchen lügen nicht" Suizid?

Der Mesa County Schulbezirk im US-Staat Colorado nahm Jay Ashers Romanvorlage zur Serie aus dem Bestand seiner Schulbibliotheken. Der Grund dafür ist tragisch: Innerhalb kürzester Zeit haben sieben Schüler der Gemeinde Selbstmord begangen. Einige Bibliothekare sahen das Verbot jedoch als Zensur an und kritisierten das Vorgehen des Bezirks. Mit Erfolg: Einige Tage später war das Buch wieder in den Regalen der Bibliotheken zu finden. Ein anderer Schuldistrikt in Minnesota hat das Buch ebenfalls kurzeitig aus dem Verkehr gezogen, als bekannt wurde, dass auch sexuelle Themen behandelt werden.

 

Enorme Kritik an der Netflix-Serie

Die explizite und detaillierte Darstellung des Selbstmords der Hauptfigur Hannah Baker in der Serie hat zu viel Kritik geführt. Aus Angst, dass der Roman sowie die darauf basierende Netflix-Serie Suizid romantisiere, warnen viele US-Schulleiter vor „Tote Mädchen lügen nicht“. Viele Schulen in den USA haben außerdem Briefe an die Eltern ihrer Schüler mit Tipps zur Prävention von Selbstmorden verschickt.

 

So reagiert Netflix auf die Kontroverse

Doch die Produzenten nahmen sich die Kritik zu Herzen: Aufgrund der Kontroverse wurde bereits ein ausführliches Hintergrundvideo zu psychischen Problemen und Selbstmord unter Teenagern produziert, dass von Netflix automatisch nach der letzten Folge von „Tote Mädchen lügen nicht“ abgespielt wird. Außerdem wurden einige Folgen mit Trigger-Warnungen versehen.

 

Das sagt ein Drehbuchautor dazu

Der Drehbuchautor Brian Yorkey stellt dem ‚Hollywood Reporter‘ gegenüber klar, dass es nie die Absicht der Serienmacher war, Selbstmord positiv darzustellen: „Viele Leute werfen der Show vor, Selbstmord zu verherrlichen, dabei haben wir das exakte Gegenteil getan: Wir haben Suizid als sehr hässlich und sehr schädlich dargestellt.“

 
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