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RTL II-Reihe „Kleine Helden ganz groß“: So geht Noah mit seiner Epilepsie um

Noah Kleine Helden ganz groß
Noah Worsch und seine Eltern redeten im TV Movie-Interview über ihren Auftritt in der RTL II-Sendung "Kleine Helden ganz groß" / RTL II

Noah ist 14 Jahre alt und hat seit seinem siebten Lebensjahr Epilepsie. In der RTL II-Reihe „Kleine Helden ganz groß“ wird er in seinem Alltag mit der Krankheit begleitet.

Der Teenager, der in seiner Freizeit gerne zum Kickbox-Training geht, hat gerade Herbstferien – und deshalb Zeit für ein Gespräch mit der tvmovie.de-Redakteurin Janna Fleddermann. Im Interview mit Noah und seinen Eltern Yvonne und Andreas Worsch berichtet die Familie vom Leben mit der Epilepsie.

tvmovie.de: Wie ist es zustande gekommen, dass ihr in der Show zu sehen seid?

Yvonne Worsch: „Das kam eigentlich über die Klinik, die uns mitgeteilt hat, dass RTL II auf der Suche nach Kindern ist, die an Epilepsie erkrankt sind. Wir haben uns gemeldet, einen Probedreh in der Klinik gehabt, und dann haben sie sich für Noah entschieden.

Noah: Wir sind auch dabei, weil so Spenden gesammelt werden können.“

Damit Noah und seine Familie endlich ein normales Leben führen können, wünscht Noah sich einen Anfallswarnhund, der ihn vor epileptischen Anfällen warnt.

Wann und weshalb hast du die Diagnose bekommen?

YW: „Seit sechs Jahren wissen wir davon. Am Anfang war nicht so richtig klar, dass Noah Epilepsie hat, denn man hat anfangs im EEG keine Veränderung bei Noah gesehen. Er hat zwar monatlich Anfälle gehabt, aber keiner wusste warum. Es stand auch die Diagnose Hirntumor im Raum, aber das hat sich zum Glück damals nicht bestätigt. Es hat eine Weile gedauert,  bis die Epilepsie eben auch optisch an den Hirnströmen zu sehen war und Noah die Diagnose bekommen hat.“

Wie äußern sich die Anfälle und wie lange dauern diese?

N: „Die dauern eine bis zwei Stunden und äußern sich so, dass ich meine Augen zur Seite wegdrehe und ich anfange zu zucken. Manchmal passiert das auch nicht und ich falle einfach um und bin weg.“

Und wie ist das so für die Eltern?

YW: „Für die Eltern ist es glaube ich nicht so einfach. Noah kann nicht alleine sein und es ist schon schwierig, 24 Stunden von jedem Tag abzudecken. Da wir beide auch berufstätig sind ist es schon sehr schwer.“

Andreas Worsch: „Und man muss dazu sagen, dass ich vier Tage pro Woche auf Montage bin, also macht Yvonne das dann alles alleine, das kommt ja noch dazu.“

Wie gehen deine Freunde damit um, hast du denen immer sofort von deiner Erkrankung erzählt?

Hier meldet sich ein Freund von Noah, der ebenfalls beim Interview dabei ist: „Das ist eigentlich keine Veränderung vom Charakter her. Er bleibt ja der Gleiche. Wir wussten das eigentlich sofort und es hat für uns nichts verändert.“

Hast du schon Pläne, was du nach der Schule machen willst?

N: „Nicht wirklich, nein.“

YW: „Dazu muss man auch sagen, dass er ja nicht jeden Beruf machen kann. Er kann keine Schichtarbeiten machen, er braucht einen geregelten Ablauf. Man wird sehen, wie sich eben die Epilepsie auch entwickelt und danach richtet sich auch, was er später mal werden kann.“

Weitere Informationen zu den gezeigten Familien gibt es auch auf http://www.rtl2.de/kleinehelden. Für Zuschauer, die helfen wollen, hat RTL II ein Spendenkonto eingerichtet. Die Spenden werden an die jeweiligen Familien weitergeleitet. „Kleine Helden ganz groß! – Wenn Kinder kämpfen müssen“ wird am Mittwoch um 20.15 Uhr auf RTL II ausgestrahlt, die nächste Folge kommt am 18. Oktober.



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