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Orange Is the New Black: Staffel 5 bleibt radikal anders

Die OITNB-Stars haben besondere Beziehungen zu ihren Rollen. Foto: Netflix
Die OITNB-Stars haben besondere Beziehungen zu ihren Rollen. Foto: Netflix

„Orange Is the New Black” ist anders. ne“-Redaktionsleiter Maryanto Fische„TV Movie Onlir sprach mit den Darstellern über das Überwinden von Grenzen.

Die Darsteller der Netflix-Serie „Orange Is the New Black“ zu treffen, ist ein Erlebnis. Nicht nur wegen ihrer schillernden Persönlichkeiten. Vor allem, weil im Gespräch schnell klar wird, dass sie bei OITNB nicht irgendeine Rolle spielen – sondern den Kern ihrer Figuren selbst verkörpern. 

 

„TV Movie Online“-Redaktionsleiter Maryanto Fischer hat Taylor Schilling (spielt Piper Chapman), Laverne Cox (Sophia Burset), Uzo Aduba (Susanne ‘Crazy Eyes‘ Warren), Natasha Lyonne (Nicky Nichols) und Danielle Brooks (Tasha ‘Tasty‘ Jefferson) anlässlich des Starts der 5. Staffel OITNB in London interviewt und fand heraus, wie tief die Identifikation mit OITN wirklich geht.

 

OITNB: Staffel 5 ist sehr authentisch

"Die Dinge radikal zeigen!" - Natashy Lyonne (2. von rechts) über OITNB. Foto: JoJo Whilden / Netflix
"Die Dinge radikal zeigen!" - Natashy Lyonne (2. von rechts) über OITNB. Foto: JoJo Whilden / Netflix

„Wahrscheinlich ist unsere Serie so erfolgreich, weil wir anders sind, die Dinge radikaler zeigen“, sagt Natasha Lyonne. Die Handlung sei authentisch, eben nicht geschönt. Gleiches gelte für die Rollen.  Ein Glücksfall für den Cast mit seinen rund 100 wiederkehrenden Figuren, die allesamt eines gemeinsam haben: keine entspricht alten Rollenklischees,  klassischen Schönheitsidealen oder anderen Konventionen. „Es gibt nicht so viele Rollen für schwierige Frauen“, so Lyonne weiter. „Dabei trägt jeder diese Dunkelheit in sich“, wie Taylor Schilling meint.

 

„Orange is the New Black“ ändert Meinungen

Laverne Cox ist dankbar, für OITNB ausgewählt worden zu sein. Foto: Jojo Whilden/Netflix
 Laverne Cox ist dankbar, für OITNB ausgewählt worden zu sein. Foto: Jojo Whilden/Netflix

Auch Laverne Cox ist glücklich für „Orange Is the New Black“ ausgewählt worden zu sein – nicht nur, weil ihr die Darstellung der transsexuellen Insassin Sophia Burset 2014 eine Emmy-Nominierung einbrachte. „Wir sind Teil einer Serie, die das Bewusstsein der Zuschauer immer wieder erweitert, und ihre Meinungen geändert hat“, so Cox in London. 

Kollegin Danielle Brooks pflichtet bei: „Unsere Arbeit ging ab jedem Punkt über die Serie hinaus, an dem uns bewusst wurde, dass ‘Orange Is the New Black‘ jeder von uns eine lautere Stimme gegeben hat. Sie ist eine Plattform, auf der wir über Themen wie Transsexualität, Hautfarbe, Homosexualität oder Plus-Size sprechen können.“

 

OITNB: Die Darstellerinnen und ihre Rollen

Uzo Aduba (rechts) ist längst mit "Crazy Eyes" verwachsen. Foto: JoJo Whilden / Netflix
Uzo Aduba (rechts) ist längst mit "Crazy Eyes" verwachsen. Foto: JoJo Whilden / Netflix

Nicht ohne Grund bezeichnen die OITNB-Darstellerinnen die Show als „Ansammlung von Außenseitern“. Jede von ihnen kenne dieses Gefühl auch privat. „Diese Frauen verkörpern zu dürfen, vermittelt jeder von uns immer wieder ein unglaubliches Gefühl von Stärke“, berichtet Laverne Cox. * Das komplette Interview mit Laverne Cox lest ihr mit Klick auf den unterlegten Link. * 

Uzo Aduba ist inzwischen so eng mit „Crazy Eyes“ verwachsen, dass sie sich nach einem Drehtag aktiv mit Meditation darum bemüht, die Rolle wieder abzustreifen. „Für mich ist es wichtig, sie und ihre Probleme  nicht mit nach Hause zu nehmen, obwohl ich sie wie die Zuschauer in den letzten Jahren so gut kennen und lieben gelernt habe“, so die Schauspielerin. Für Verkörperung ihrer OITN-Figur gewann Aduba unter anderem zwei Emmys.  * Mehr über Suzanne in Staffel 5 lest ihr mit Klick auf den unterlegten Link. *

Doch sie sei immer wieder auch überrascht, wie sehr „Orange Is the New Black“ gleichfalls zur Identifikation seitens der Fans führe. „Beim Schauen der Serie, besonders wenn es um die Hintergrundgeschichten geht, treffen viele Zuschauer eine Entscheidung: Im Gefängnis wäre ich eine Red, eine Poussey, und so weiter. Das Faszinierende ist, dass diese Präferenzen im Verlauf der Serie immer wieder wechseln.“ 

Jüngst wurde Aduba in New York von einem Fan mit besonderer Botschaft angesprochen. „Er erzählte mir, dass seine Mutter im Gefängnis sei“, erinnert sie sich. „Als er mir traurig berichtete, dass er sich beim Schauen der Serie wenigstens ein wenig nachvollziehen könne, was sie durchmache, wurde mir bewusst, dass ich nach Drehschluss einfach gehen kann – seine Mutter aber nicht.“

 

OITNB: Staffel 5 spielt mit der Realität

Taylor Schilling (rechts) zieht Parallelen zur Welt außerhalb des Netflix-Universums. Foto: JoJo Whilden/Netflix
Taylor Schilling (rechts) zieht Parallelen zur Welt außerhalb des Netflix-Universums. Foto: JoJo Whilden/Netflix

Es sind Themen wie Macht, Anarchie und Gewalt, die uns in der 5. Staffel „Orange Is the New Black“ begleiten. Laverne Cox betont die Parallelen der Gefängnisrevolte in Litchfield zu aktuellen Ereignissen in der Welt. So würden das amerikanische Justizsystem und das Publikum selbst zu elementaren Bestandteilen der Serie. „Ja, die Welt, wie sie ist, ist ein großer Bestandteil von dem, was wir machen“, so Taylor Schilling. Mit Klick auf den Link lest ihr noch mehr darüber, was die Darsteller über die Handlung der 5. Staffel „Orange Is the New Black“ sagen.

Alle Infos und News zu „Orange Is the New Black“ bekommt ihr mit Klick auf den unterlegten Link. Erfahrt darüber hinaus, was im Juni außerdem neu bei Netflix ist, und welche Serien zu den besten Netflix-Originals zählen.

 
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