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GNTM: Transsexuelle Kandidatin Pari Roehi rechnet mit der Show ab

Pari Roehi
Pari Roehi (Pari Roehi / Facebook-Fanseite) Pari Roehi / Facebook-Fanseite

2015 trat Pari Roehi als erste transsexuelle Kandidatin bei GNTM an. Danach fand sie wenig gute Worte für die Model-Show, die „eine zweite Heidi Klum“ suche.

Irgendwie hat niemand so richtig verstanden, warum ausgerechnet die transsexuelle Kandidatin Pari Roehi (25) trotz massiven Lobs seitens Konkurrentinnen und Jury gestern „Germany’s next Topmodel“ verlassen musste. Jetzt liefert sie selbst den Grund: Sie habe sich nicht manipulieren lassen, lässt sie uns heute über Bild wissen. „Ich habe mich nicht an den falschen Zickereien beteiligt und nie über andere Mädels gelästert." Der Eindruck entsteht, dass ihre Geschichte nur benutzt wurde, um die Sendung aufzupeppen. Inzwischen hat sie ein Buch über ihr Leben geschrieben.

 

Mit Wolfgang Joops Urteil, „Pari, du bist wunderschön. Aber im Vergleich mit den anderen Mädchen stichst du so sehr heraus - und zwar nur durch deine Art, durch deine Schönheit, die so ladylike ist, dass die anderen aussehen wie kleine, freche Schülerinnen“, musste Pari die Show verlassen.

Merke: Heidi nie die Show stehlen!

Heute ärgert sich die Kandidatin aus Berlin offensichtlich sehr über diese Entscheidung: „Meine Einschätzung ist, dass die Show dazu dient, eine zweite Heidi Klum zu finden. Wer zu außergewöhnlich, besonders ist, oder Heidi die Show stiehlt, fliegt raus", erzählte sie Bild.

Den einen oder anderen Zuschauer wird in der GNTM-Folge gestern ohnehin gewundert haben, warum Pari der Jury ihre Vergangenheit noch einmal „beichtete“, hatte sie doch schon vor zwei Wochen sehr offen über ihre Geschlechtsumwandlung gesprochen. Auch dafür gibt es seit heute eine Erklärung.

 


Pari musste sich erklären

Während Pari das intime Gespräche mit der Jury vor den Kameras mit der Tatsache rechtfertigte, dass in ihrem Reisepass noch „Mann“ stünde, findet sie in Bild deutlichere Worte. Sie sei nahezu aufgefordert worden, noch einmal über ihre Vergangenheit zu sprechen. Mit folgendem Ergebnis: „Nachdem ich meine Geschichte auch in der Show erzählte, war ich nicht mehr interessant und somit direkt raus."

ProSieben reagiert

Inzwischen hat ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf die Vorwürfe geantwortet: „Pari ist ein tolles Mädchen. Sie ist jetzt sehr enttäuscht, weil sie als Model die Jury nicht überzeugen konnte. Sie spricht so traurig wie ein Fußballer, der gerade den entscheidenden Elfmeter verschossen hat."

In der 12. Staffel GNTM sind mit Melina Budde und Giuliana Farfalla übrigens wieder zwei transsexuelle Kandidatinnen dabei.

Pari schreibt dazu auf Facebook: "Gott sei Dank hab ich keine Ahnung von Fußball!"



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