Klar zum Gefecht, Johnny!

Jack Sparrow enterte erneut erfolgreich die Kino-Leinwänder: Das vierte "Fluch"-Abenteuer "Pirates of the Carribean - Fremde Gezeiten" war mit 4,3 Mio. Kino-Besuchern einer der Blockbuster dieses Kino-Sommers. Jetzt erscheint der Piratenstreich auf DVD und Blu-ray. TV Movie traf in Hollywood Hauptdarsteller Johnny Depp und Filmpartnerin Penélope Cruz zum Interview.
Johnny Depp liebt Jack Sparrow. Gefragt, ob er den Chaos-Captain nicht langsam satthabe, antwortet der Superstar: "Ich würde auch ,Pirates of The Caribbean 7‘ machen, wenn sie mich bitten." Das werden sie wahrscheinlich irgendwann. Neu an Jacks Seite in Teil vier ist: Penélope Cruz. Die Spanierin verkörpert in "Pirates" Jacks Jugendliebe Angelica, die bei der turbulenten Suche nach der Quelle der Jugend eine undurchsichtige Rolle spielt. TV Movie traf das schönste Paar, das je auf den Planken eines Piratenschiffs stand, im Montage Hotel in Beverly Hills und sprach mit den beiden u.a. über Schwangeren-Fechten, Pups-Maschinen und Piraten in der Sauna.

TV Movie: Mister Depp, im Film suchen Sie einen Jungbrunnen. Was hält Sie jung?

JOHNNY DEPP: Ich war immer jemand, der in den Tag hineinlebt, ohne sich große Sorgen um die Zukunft zu machen. Ich glaube, Sorgen und Angst lassen schneller altern. Natürlich ist das leicht zu sagen, wenn man alles hat, aber selbst, als ich nichts besaß, machte ich mir keine Sorgen.

TV Movie: Wie viel von Jack Sparrow steckt in Ihnen?

JOHNNY DEPP: Eine Menge. Ich wackel manchmal wie er durch die Gegend, trinke gern Wein und bin genauso exzentrisch.

TV Movie: Wie war es, nach zehn Jahren wieder mit Penélope Cruz zusammenzuarbeiten?

JOHNNY DEPP: Als wir uns wiedersahen, schien es uns, als ob wir "Blow" gerade erst gestern gedreht hätten. Wir haben eine natürliche Chemie. Die Dreharbeiten mit ihr fühlten sich nicht wie Arbeit an. Es brachte großen Spaß. Penélope ist unheimlich loyal und eine tolle Mami.

TV Movie: Konnten Sie der jungen Mutter ein paar wertvolle Ratschläge geben?

JOHNNY DEPP: Die brauchte sie nicht. Penélope und ihr Mann Javier Bardem wissen genau, was sie tun. Sie besuchten mich mit ihrem Baby und es war so schön, dass ich danach auch wieder eins haben wollte (lacht).

TV Movie: Im Ernst? Sie wollen tatsächlich noch einmal Vater werden?

JOHNNY DEPP: Ich hätte nichts dagegen, aber die zwei, die ich habe, sind schon gut.

TV Movie: Was beeindruckte Sie während der Dreharbeiten am meisten?

JOHNNY DEPP: Penélope war während der Dreharbeiten mit ihrem ersten Kind schwanger. Viele Frauen hätten die Rolle unter diesen Umständen abgelehnt. Aber sie war überhaupt nicht zimperlich. Selbstverständlich passte sie immer auf ihren Bauch auf, aber für eine schwangere Frau fand ich sie extrem mutig.

TV Movie: Wie entstehen Ihre Figuren?

JOHNNY DEPP: Die besten Ideen habe ich, wenn ich total allein bin. Meine Kreativität kommt dann zum Blühen, und ich denke mir alles Mögliche aus. Die Sauna ist ein perfekter Ort. Dort ist Captain Jack entstanden und auch Willy Wonka. Mein Gehirn kocht, ich schwitze mich zu Tode, aber ich komme auf die coolsten Gedanken.
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TV Movie: Mrs. Cruz, wie haben Sie sich auf die Piraten-Rolle vorbereitet?

PENÉLOPE CRUZ: Ich fing zwei Monate vor Drehbeginn mit dem Training an. Da ich schwanger war, durfte ich nichts Gefährliches machen. Alle waren sehr besorgt um mich und achteten immer darauf, dass ich mich nicht übernehme. Ich trainierte trotzdem sehr viel. Ich wollte keinen Piraten spielen und mit Samthandschuhen angefasst werden. Das passt nicht.

TV Movie: Was war die größte Herausforderung?</p>

PENÉLOPE CRUZ: Ich lernte fechten, was man einer schwangeren Frau vielleicht nicht zutrauen würde. Die zwei Tage, die wir in Puerto Rico drehten, waren hart, weil es extrem heiß war und es kein Klo gab. Ich musste also alle 15 bis 20 Minuten ins Wasser gehen.

TV Movie: Nach "Blow" hatten Sie gesagt, unbedingt noch mal mit Johnny Depp drehen zu wollen. Warum gerade mit ihm?

PENÉLOPE CRUZ: Weil man von ihm abhängig wird. Er ist einer der besten Menschen, die ich in diesem Geschäft kennengelernt habe, und ein wahrer Freund. Das einzige Problem, das ich mit ihm habe: Er bringt mich beim Drehen immer zum Lachen. Die Dreharbeiten mussten einmal für zwei Stunden unterbrochen werden, weil wir nicht aufhören konnten zu lachen.

INTERVIEW: HELEN HÖHNE