Hier kommt Ihr neuer Fernseher!

Einfach nur fernsehen? Bei den TV-Geräten der Zukunft fängt der Spaß damit erst an! Die neue Ära des Heimkinos beginnt auf der IFA 2011
Sorry, aber wer sich nicht gerade ein ganz neues TV-Gerät gekauft hat, muss jetzt stark sein. Denn der klassische Fernseher ist ein Auslaufmodell. Wie dagegen die Wohnzimmer-Unterhaltung von morgen aussieht, war vom 2.-7.9. auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) zu sehen. So gehört künftig das Internet wie selbstverständlich dazu. Der Flatscreen der Zukunft zeigt beispielsweise Nachrichten von Facebook-Freunden ebenso wie die „Tagesschau“, er wird zur Spielekonsole, und via Skype verwandelt sich der Bildschirm sogar in ein großes Videotelefon.

Ein Display für alles

Ob unkomplizierter Zugriff auf die Mediatheken der TV-Sender, Filme aus Online-Videotheken,
Videoclips bei YouTube, Wetterberichte, Diashows, Sport oder Börsenkurs – all diese Angebote aus dem Netz teilen sich künftig den Bildschirm mit herkömmlichen Fernsehprogrammen. Wie bei Smartphones und Tablets führen spezielle Programme (Apps) zu den Inhalten und Anwendungen. Diese kostenlosen Hilfsprogramme haben inzwischen alle großen Gerätehersteller an Bord. Der koreanische Elektronikkonzern Samsung offeriert seinen Kunden jetzt noch ein zusätzliches Feature: Sind der neue Fernseher und Smartphone per Router miteinander verbunden, lässt sich das TV-Bild damit aufs Smartphone streamen. Darüber hinaus geben die neuen Fernseher auch Videos, Fotos und Musik aus dem persönlichen lokalen Netzwerk per DLNA wieder. Samsung, Philips und Toshiba bieten zusätzlich sogar Web-Browser an, mit denen Sie jede Webseite im Internet ansurfen können.

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3D für jeden Geschmack

Auch 3D ist bei neuen Geräten fast Standard. Allerdings tobt hier inzwischen ein Kampf der Systeme: Die aufwendigere Shuttertechnik mit teuren Brillen und voller HDTV-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) steht in Konkurrenz zur wachsenden Zahl der 3-D-Fernseher mit Polarisationstechnik. Nach LG setzen nun auch Philips und Toshiba auf diese Lösung. Pol-Brillen sind leichter, billiger und funktionieren ohne Akkus. Nachteil: Die Auflösung reduziert sich bei der Pol-Technik auf die Hälfte. Wer aber fünf Brillen für 30 Euro statt 400 Euro bekommen kann, wird die geringere Auflösung (1920 x 540 Pixel) wahrscheinlich in Kauf nehmen...

Auf der IFA präsentiert Toshiba sogar erstmals einen 55-Zoll-Fernseher, der 3D ohne Brille zeigt. Seine neue Cevo-Engine – eine Multiprozessor-Plattform mit acht Kernen – stellt in puncto Schnelligkeit alles in den Schatten. Und auch die Pixel-Jagd geht weiter. Das Ziel: Quad-HD mit
einer Auflösung von 4096 x 2160 Pixel, also ein vierfach schärferes Bild als 1080p! Schon 2012 sollen erste Quad-HDTVs in den Handel kommen.

TEXT: Torsten Könekamp