Interview zum Start der dritten Staffel von "Der letzte Bulle" - ab 6.2., montags, 20:15 Uhr auf SAT.1

Henning Baum: "Ich bin ja keine Mimose"

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"Der letzte Bulle" ist zurück! Die Krimi-Serie über den charmanten Retro-Cop startete am 6.2. auf SAT.1 in die dritte Staffel. TV Movie traf Hauptdarsteller Henning Baum und sprach mit ihm über Machos, Muskeln - und flauschige Himmelbetten....

TV Movie: Herr Baum, Sie haben mit Der letzte Bulle den Macho wieder salonfähig gemacht...

Henning Baum: Der Macho war ja nie weg, er war nur quasie im  Urlaub und hat die Westeuropäischen Metropolen gemieden. Er hat ja überall sonst auf der Welt Freunde und Gleichgesinnte. Ihm war es in den hysterischen Millieus der Gender-Mainstream-Anhänger zu fad geworden.
 
TV Movie: Was gefällt Ihnen an Ihrer Figur Mick Brisgau?

Henning Baum: Die Lebensfreude! Er nimmt die Herausforderungen des Lebens an und steht nach Tiefschlägen wieder auf.
 
TV Movie: Genau wie Sie?

Henning Baum: Das hoffe ich. Natürlich versuche ich erstmal, überhaupt keine Tiefschläge abzubekommen, aber falls doch, stehe ich  wieder auf. Während des Schauspielstudiums gibt es zum Beispiel Momente, in denen der Lehrer zu einem sagt: ‚Du bist kein richtiger Schauspieler‘. Da heißt es hinhören, Fehler beheben und weiter spielen. Und  dann passiert kurz danach vielleicht etwas ganz Tolles, und man bekommt ein großes Angebot.
 
TV Movie: Warum lieben die Frauen Mick?

Henning Baum: Der Typ hat einfach Witz und Charme. Außerdem weiß er genau, was er will. Und wenn dann auch noch ein richtig netter Hase vorbeihuscht, ist das auch okay.

TV Movie: Befolgen Sie irgendwelche Rituale am Set?

Henning Baum: Ja, auf meinen Mittagsschlaf kann ich nicht verzichten. Nach dem Mittagessen ziehe ich mich für 25 Minuten zurück und tanke neue Freude und Energie. Geweckt werde ich dann immer mit einer schönen Tasse Schwarzer Tee. Mit Milch, ohne Zucker.
 
TV Movie: Steht in Ihrer Kabine also ein flauschiges Himmelbett?

Henning Baum: Um Gottes Willen, ich bin ja keine Mimose. Mir würde auch ein Feldbett reichen. Während meines Indien-Drehs zu „Indisch für Anfänger“ habe ich auf der Erde in einem improvisierten Lager aus zerrissenen Kartons geschlafen. Am Set von „Der letzte Bulle“ reicht mir ein schlichtes Sofa.  
 
TV Movie: Sie machen eine Menge Sport, wie man an Ihren muskulösen Oberarmen sieht...

Henning Baum: Ich habe ein System entwickelt, für das ich keinerlei Equipment benötige. So kann ich ganz ohne Schwimmbecken und Geräte trainieren. Über Jahre habe ich mir gymnastische Übungen zusammengesucht, die alle Muskeln stärken. Aber wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich zum Ausgleich jagen gehen. Das fasziniert mich sehr.

TV Movie: Fast könnte man meinen, Mick sei zum Ende der zweiten Staffel etwas weich geworden. Speziell die Szene, in der er Tanja zu Against all Odds seine Liebe gesteht.

Henning Baum: Diese Szene sollte dazu dienen, Spannung aufzubauen. So konnte Tanja eine Folge lang überlegen, ob sie Mick will oder nicht. Er ist nicht weich geworden sondern hat keine Zeit zu verlieren. Ihm fehlen ja schon zwanzig Jahre.
 
TV Movie: Aber beginnt die neue Staffel nicht damit, dass er ihr ein Meer aus Blumen schenkt?

Henning Baum: Das stimmt, aber das passt auch zu ihm. Er macht sich Sorgen um Tanjas Seelenheil, und das hat nichts mit Weichheit oder Romantik zu tun. Indem er alles gibt, um ihre Lebensfreude neu zu entfachen, zeigt er seine Entschlossenheit. Er gibt Tanja Halt und Führung. Er ist jemand, der sich um seine Freunde kümmert – und alles für sie tut.
 
TV Movie: Trotzdem steht ihre Liebe auf der Kippe. Ein anderer Mann buhlt plötzlich um Tanja. Wie tröstet Mick sich über den Liebeskummer hinweg?

Henning Baum: Mick kennt keinen Liebeskummer! Der macht das nach altbewährter Art, wie Männer das eben tun. Er stürzt sich in die Arbeit und kippt ein Bier. Dann geht das schon wieder weg. Die Zeit heilt alle Wunden.
 
TV Movie: Auch in der neuen Staffel setzt Mick sich wieder ans Klavier. Sind Sie selbst auch musikalisch?

Henning Baum: Ich habe seit zweieinhalb Jahren Klavierunterricht. Aber nur ganz sporadisch. Inzwischen hatte ich vielleicht so 13 Stunden. Als Jugendlicher habe ich Cello gespielt. Wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich gern wieder damit anfangen. Aber die Jagd, Cello spielen, Interviews geben... wann soll man das alles machen (lacht)?

INTERVIEW: Miriam Meißner
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