Cameron Diaz
Starportrait -
Wer hätte das gedacht: Cameron Diaz ist nach Sandra Bullock und neben Reese Witherspoon Hollywoods weiblicher Top-Star - mit satten 32 Millionen Dollar Jahresverdienst. Erstaunlich, denn seitdem wir sie kennen, ist Cam anders als andere A-Liga-Ladys: Hollywoods ungeschriebenes Erfolgsgesetz "Sprich nur in gefälligen Plattitüden" ist für sie nämlich so attraktiv wie Wohlfühlpfunde. Mal abgesehen davon, dass sie auch in ihren Rollen die Tugend gern mit Füßen tritt. TV-Talker Jimmy Kimmel kam jüngst mächtig ins Schwitzen, als Cam während ihrer Promo-Tour zur Krawall-Komödie "Bad Teacher" erst fröhlich verkündete: "Ich liebe Pornos!" Und im Anschluss mit leuchtend blauen Bergsee-Augen erklärte: "Wäre es ein Farrelly-Film, würden dort Eier im Reißverschluss eingequetscht.“ Autsch! Keine Frage: Der Streifen wird so deftig wie Cams größter Hit "Verrückt nach Mary", auf den sie grinsend anspielt. Denn auch "Bad Teacher" zielt zumindest moralisch unter die Gürtellinie: Diaz mimt eine Highschool-Lehrerin mit Faible für Joints und "Fuck"-Flüche, die über einen attraktiven Kollegen lautstark sinniert: "Ich will mich auf sein Gesicht setzen!" In den hysterisch prüden USA gilt der Filmtrailer natürlich als jugendgefährdend. Lässig mit legendärem Hintern "Die Maske", "Verückt nach Mary" - ohne jegliche Schauspielausbildung, aber mit einer Riesenportion Charme, lotet Ex-Model Cam bereits Mitte der 90er die komödiantischen Grenzen des Anstands aus. Eine Erfolgsmasche, die direkt aus dem Leben der Beach-Beauty aus San Diego entlehnt scheint. "Ich habe meine eigenen Regeln", erklärt sie einmal - und die sind wie ihre Rollen selten sittsam, immer ehrlich: Ob Drogenbeichte oder Sexbekenntnis - sie sagt, was andere nicht mal zu denken wagen. Und ist damit der perfekte Gegenentwurf zu Bullock und Witherspoon, die beide vor allem eins sind: brav. Deswegen ist es auch so verdammt schwer, Cameron nicht zu mögen. Sie ist wie ein weiblicher George Clooney: smart, lustig, berstend vor Lebensfreude. Ganz gleich, ob Mann oder Frau - jeder würde sie gern zur Freundin haben, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: Männer, um ihren legendären Hintern schwingen zu sehen, und Frauen, um das Geheimnis ihrer Lässigkeit zu ergründen. Nicht nur komisch, auch noch klug Denn zwischen ihren gut gelaunten Anekdoten sagt Cameron immer wieder Dinge, die wir selber gern aussprechen - und ernst meinen würden. "Ich denke nie: 'Ich bin erst glücklich, wenn...'", so Diaz jüngst. Wir glauben ihr: Sie ist es einfach. Weil sie Dinge entspannt nimmt, über die andere Frauen verzweifeln würden: Enddreißigerin ohne Kinder, häufiger Single. Doch auch über die Liebe hat sie etwas Kluges gesagt: "Ich glaube fest daran, dass wir mit der Person zusammenkommen, für die wir bestimmt sind." Mama Diaz Nun scheint die Zeit reif für diese Person: Seit einem halben Jahr datet sie Baseball-Star Alex Rodriguez - und nimmt privat Kurs auf eine neue Ernsthaftigkeit. Im gemeinsamen Urlaub bewies sie mit dessen Töchtern Natasha und Ella jedenfalls Familiensinn und Talent als Ersatz-Mom. Auch eigene Mutterinstinkte leugnet sie nicht: "Ich bin der Typ Vollzeit-Ernährer", sagte sie kürzlich. Wichtig ist jetzt nur eins: In Gegenwart der Mädchen sollte Cam ihr loses Mundwerk zügeln...













