Alle Infos zur Sendung
Perfekte Balance zwischen traurigen und witzigen Momenten: Alternder Playboy erfährt, dass er seit 19 Jahren Vater ist -
Don Johnston ist ein melancholischer Mittfünfziger, der in der Computerbranche erfolgreich war und seither ausgesorgt hat. Gerade als er wieder einmal von einer weit jüngeren Freundin, Sherry , verlassen wird, weil er sich - wie immer - nicht auf eine feste Bindung einlassen kann und will, erreicht ihn ein rosafarbener Brief ohne Absender. Darin kündigt eine anonyme Ex-Geliebte den baldigen Besuch seines inzwischen 19-jährigen Sohnes an - von dessen Existenz Don bis dahin nichts wusste. Der alternde Frauenheld, der gerne lethargisch vor dem Fernseher dahindämmert, glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Doch schließlich wird er von seinem quirligen, krimibegeisterten Nachbarn Winston dazu angestiftet, den vermeintlichen Sprössling ausfindig zu machen. Der passionierte Amateurdetektiv entwirft hierfür eine exakte Reiseroute mit passender Automusik, zu der Don die infrage kommenden Ex-Freundinnen besuchen und - stets mit einem Strauß rosa Blumen bewaffnet - dezent ausforschen soll. Doch wer ist die Mutter des vermeintlichen Sohnes? Ist es die unbekümmerte Laura , die mit dem Aufräumen von Kleiderschränken eine Marktlücke entdeckte? Oder die spröde Immobilienmaklerin Dora in ihrem monströsen Eigenheim? Doch nicht die durchgedrehte New-Age-Therapeutin Carmen , die mit Tieren kommuniziert? Oder die wütende Biker-Braut Penny , deren Rocker-Freunde Don eins aufs Auge geben? Je weiter der Mann mit melancholischem Buster-Keaton-Blick sich auf die Suche nach seiner verlorenen Zeit begibt, desto mehr spürt er in den Begegnungen mit seinen Ex-Geliebten voller Beklemmung das eigene ungelebte Leben, seine Einsamkeit und innere Leere.
Meisterwerk mit famosem Murray
| Spaß |
Action |
Erotik |
Spannung |
Gefühl |
| • |
|
• |
• |
• |
| Schauspieler |
| Penny |
Tilda Swinton
|
| Ron |
Christopher McDonald
|
| Laura |
Sharon Stone
|
| Dora |
Frances Conroy
|
| Carmen |
Jessica Lange
|
| Sherry |
Julie Delpy
|
| Carmens Assistentin |
Chloë Sevigny
|
| Lolita |
Alexis Dziena
|
| Winston |
Jeffrey Wright
|
| Don Johnston |
Bill Murray
|
| Mona |
Heather Simms
|
| Will |
Larry Fessenden
|
| Sun Green |
Pell James
|
| The Kid |
Mark Webber
|
| Flight Attendant |
Meredith Patterson
|
|
+ mehr anzeigen |
| Filmcrew |
| Regie |
Jim Jarmusch
|
| Produzent |
Focus Features |
| Produzent |
Jon Kilik |
| Produzent |
Jim Jarmusch |
| Produzent |
Jean Labadie |
| Produzent |
Stacey E. Smith |
| Produzent |
Anne Ruark |
| Ausstattung |
Mark Friedberg |
| Casting |
Ellen Lewis |
| Kamera |
Frederick Elmes |
| Kostüm |
John A. Dunn |
| Musik |
Mulatu Astatke |
| Schnitt |
Jay Rabinowitz |
| Ton |
Drew Kunin |
|
+ mehr anzeigen |
Weitere Ausstrahlungstermine- Es liegt keine Wiederholung zu dieser Sendung vor.
Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film. Er trägt den Film. Seine Odyssee führt ihn nicht nur durch das Land, gleichzeitig zeigt seine Reise quer durch alle Schichten die amerikanische Gesellschaft. Ein eindrucksvoller Hauptdarsteller der in seiner Rolle aufgeht. >Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht hier. Daher, denke ich, gibt es nur das Jetzt.< diese Plattitüde ist vielleicht Ausdruck der Lebenshaltung der Hauptfigur. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Einfach wunderbar! [TOP FILM 10 Pkt]
bill murray gehört zu den besten schauspielern hollywoods, er ist genau für solche rollen gemacht. Einmal brilliert er in dieser dramatischen komödie, teilweise mit längen. dennoch klar über der durchschnittsware
Ein Mann sucht die Mutter seines unbekannten Sohnes! - Zwar leise, aber sehr vergnüglich erzählt! (7.2 Punkte)
Intelligente Reise um sich selbst zu finden.
Am Regisseur Jim Jarmusch scheiden sich die Geister: den einen sind seine Kameraeinstellungen zu lang, die Handlung zu dürftig – zu wenig Action – und die Schauspieler agieren oft mit Gesichtslähmung. Für andere hingegen machen gerade diese Kriterien die Qualität der Jarmuschfilme aus.
Der in die Jahre gekommene Computerexperte Don Johnston – mit „t“ – bekommt einen rosaroten Brief, in dem ihm eine Verflossene mitteilt, dass sie vor etwa 20 Jahren einen Sohn von ihm bekommen hat. Vom Nachbarn gedrängt, beginnt Don nach der möglichen Mutter seines Sohnes zu suchen. Auf seiner Reise trifft er die skurrilsten Vertreterinnen der amerikanischen oberen Mittelschicht: eine Maklerin in sterilem Ambiente mit hohlem Ehemann, eine Tierpsychologin, die hört, was die Tiere sagen, ein übrig gebliebener Althippie-Freak bei der ihm von ihren Freunden das Licht ausgeknipst wird.
Und schließlich einen Tramper, der sein Sohn sein könnte – sicher ist man aber nicht. Ihm teilt er seine Lebensphilosophie mit: “Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, alles was zählt ist das Jetzt.“
Wenn man sich die Zeit nimmt und mit auf das Roadmovie geht, bemerkt man die vielen kleinen Hinweise, die wie bei einer Schnitzeljagd den Weg weisen könnten.(rosa Brief, Bademantel, Visitenkarte, Schreibmaschine, Schleife am Rucksack) Doch sicher ist hier gar nichts. Vor allem das Ende hinterlässt viele Zuschauer ratlos. Hat Don denn nun seinen vermeintlichen Sohn gefunden oder nicht? Darauf kommt es anscheinend überhaupt nicht an. Die Suche ist Selbstzweck, der Weg ist das Ziel. Dem suchenden Don geht es eigentlich besser – er ist aktiv - als dem daheim auf der Couch liegenden, Fernsehenden Nichtstuer.